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Aktion
Sürenheider im Einsatz für
einen müllfreien Ortsteil
Verl-Sürenheide (mab). Samstag, 8.30 Uhr. Die Luft ist dunstig, die
Temperatur angenehm. 30 Kinder und Erwachsene gehen, radeln oder fahren
zum Bürgertreff Sürenheide, schlüpfen in Warnwesten, greifen sich
Müllzangen, Mülltüten und Eimer, stülpen dicke Handschuhe über – und los
geht’s.
Drei Tage vor dem kalendarischen Frühlingsbeginn säubern die
Freiwilligen ihren Ortsteil. Jede Kleingruppe sammelt in einem
vorgegebenen Bereich. „Ganz Sürenheide ist abgedeckt, auch Pausheide
und die Seesiedlung“, stellt Hedwig Masjosthusmann, die Vorsitzende
der Dorfgemeinschaft, fest. Seit 20 Jahren organisiert die
Gemeinschaft diese Aktion im Frühjahr. Inzwischen sind Schützen,
Sportler, „Libelle“-Besucher und Jugendfeuerwehr mit im Boot.
„Der Müll wird leider nicht weniger“, bedauert Masjosthusmann. Zwar
würden nur noch wenige große Gegenstände im Freien entsorgt, dafür
aber mehr Kleinmüll. Die Ehrenamtlichen finden einen Spiegel- und
einen Kleiderschrank, jede Menge Flaschen, Dosen, Plastikgeschirr,
Spielzeugautos, Zigarettenkippen und vieles mehr. Sechs
Kleintransporter und einen Traktor mit Anhänger brauchen sie, um den
Müll in den Bauhof zu bringen.
Konrad Horstmann und Meinolf Klau-Brucker reinigen das Areal rund um
den Bürgertreff. Nele, Leon und Finn-Lasse Masjosthusmann, Nichten und
Neffen der Vorsitzenden, sowie Renée Brucker helfen mit: „Das macht
Spaß.“ Auch bei der nächsten Aktion wollen sie wieder dabei sein.
Heiner Sunder, Helmut Bürmann und Hans Schumacher sind im Zentrum
unterwegs. „An abgelegeneren Orten liegen überall Reste von
Mahlzeiten“, erzählt Bürmann. Am Bolzplatz bei Kleinemas liegt ein
halbes Moped. Die brauchbaren Teile sind ausgebaut, der Rest
offensichtlich entrümpelt. Das muss mit einem Fahrzeug abgeholt
werden.
Andreas Weste, Klaus Bäumker und Helmut Merschjohann fahren mit einem
Kleintransporter entlang der Autobahn, kontrollieren Überfahrten und
eine Behelfsausfahrt. Ihre Funde: Auto- und Lkw-Reifen, ein ganzer
Sack voll defekter Bälle und Gartenabfälle, die in Plastiksäcken
verpackt an der A 2 entsorgt wurden. „Hier findet man alles“, sagen
die drei Männer kopfschüttelnd. Der Dank von Bürgermeister Paul
Hermreck anschließend im Bürgertreff ist allen Aktiven sicher.

St.-Georg-Schützen
Fürstliches Frühstück genossen
Verl-Sürenheide (ms). Die St.-Georg-Schützenbruderschaft Dreiländereck
Verl-Sürenheide bezeichnet sich selbst gern als große Schützenfamilie. Ganz zu
recht, wie sich am Sonntagmorgen zeigte, denn rund 60 zumeist langjährige
Mitglieder, Senioren und die, die es in absehbarer Zeit werden, begegneten
sich zu einem „Seniorenfrühstück Ü 45“. Im Vereinslokal „Waldklause“ hatte man
die Tische festlich eingedeckt und war auf einen Service eingestellt, der
Maßstäbe setzte. Fürstlich durfte gespeist und ausgiebig mit den Nachbarn
geplaudert werden.
Dass sich der morgendlichen Begegnung ein gemütliches Beisammensein anschloss,
war beabsichtigt und galt für viele als willkommene Überraschung. Zwei
Schützenbrüder, das Duo „Heinz & Heinz“, Heinz Echterhoff und Heinz Reckord,
spielten auf und hoben die Stimmung noch einmal um ein Erhebliches.
Die neuerliche Begegnung verdanken die Senioren dem Initiator Josef Mattern.
Zum dritten Mal hatte der Ehrenkommandeur, frühere stellvertretende
Brudermeister und Kompanieführer Schützen eingeladen, die der Bruderschaft eng
verbunden sind. Sein vereinsinternes Bemühen um Begegnung trägt seit Jahren
zum Erhalt der guten Beziehungen untereinander bei und sorgt dafür, dass sich
Senioren immer noch mitten im Geschehen wissen. Auch Brudermeister Helmut
Kosfeld brachte zum Ausdruck, wie er Matterns Bemühen schätzt.

Feuerwehr in Sürenheide
Mit Löschgruppe unabhängig von Spexard werden
Von unserem Redaktionsmitglied Christoph Ackfeld
Verl (gl). Zwei bis drei Minuten sind es in der Regel, die der Löschzug Verl
der Freiwilligen Feuerwehr nach den Kollegen aus Spexard am Einsatzort in der
Sürenheide eintrifft. Die Ölbachstadt ist genau deshalb bei der
Brandschutzbekämpfung auf Gütersloher Hilfe angewiesen. Das soll sich
langfristig ändern. Eine Löschgruppe Sürenheide wird nun aufgebaut.
Dafür suchen Stadtverwaltung und Feuerwehr Interessenten. „Uns ist es wichtig,
mit eigenen Kräften die Stadt zu versorgen“, sagte Bürgermeister Paul Hermreck
gestern. Mittelfristig soll eine Löschgruppe Sürenheide gebildet werden,
später vielleicht auch ein Löschzug mit eigenem Feuerwehrgerätehaus. Wobei
über letzteres Thema der Bürgermeister nicht gern spricht.
Zunächst soll der erste Schritt gemacht werden: Menschen aus Sürenheide
gewonnen werden, die sich bei der Freiwilligen Feuerwehr engagieren. Zwischen
18 und 40 Jahren sollten sie alt sein und körperlich fit. Wer älter ist, wird
nicht abgewiesen. Auch für ihn werde sich eine Aufgabe finden, so Hermreck.
Und für Jugendliche verweisen der Bürgermeister und Stadtbrandmeister Heiner
Panreck auf die Jugendfeuerwehr in Verl, wo auch der Nachwuchs aus Kaunitz
zusammengefasst ist.
In den Löschzügen Kaunitz und Verl gibt es schon drei Mitglieder, die aus der
Sürenheide stammen: Herbert Rofalski, Dirk Späte und Martin Bitter sind die
Basis. Hinzu kommen drei Interessenten, die ausgebildet werden müssen.
Stadtbrandmeister Panreck hofft nun, zunächst drei bis vier weitere
Freiwillige zu finden. Sie nähmen dann an einem Grundkursus nach den
Sommerferien teil, um das Basiswissen zu erlernen.
Langsam soll die Gruppe aufgebaut werden. „Mit Gewalt kann man das nicht
regeln“, sagt Panreck. Finden sich nun 15 Personen, sei es möglich, ein
Einsatzfahrzeug in Sürenheide unterzubringen. Ab 30 Personen könnte ein
Löschfahrzeug hinzukommen. Die Sürenheider würden bei einem Brand im eigenen
Stadtteil dann als Vorhut ausrücken und weiterhin Verstärkung aus Spexard und
Verl erhalten. Zumindest so lange, wie es keinen eigenen Löschzug in der
Sürenheide gibt.
Am Mittwoch, 21. März, findet ab 19.30 Uhr eine Informationsveranstaltung der
St-Georg-Schützen, der Feuerwehr und der Dorfgemeinschaft Sürenheide im
Bürgertreff, Posener Straße statt.
Kordelschießen am Wideiweg
Verl-Sürenheide (gl). Die Schießmeister
der St.-Georg-Schützenbruderschaft Dreiländereck Verl-Sürenheide, Jörg
Nußbaum und Heino Blomberg, laden für Sonntag, 5. Februar,
von 11 bis 13 Uhr zum Kordelschießen ein. Aktive und passive Schützen sind
dazu eingeladen. Ausgetragen wird der Wettkampf auf dem Schießstand am
Wideiweg.

Treffsichere Schützen mit Pokalen geehrt
Verl-Sürenheide (ms). Die Schießmeister der St.-Georg-Schützenbruderschaft
Dreiländereck Verl-Sürenheide Jörg Nußbaum und Heino Blomberg haben im
Rahmen der Jahreshauptversammlung im Vereinslokal „Waldklause“ positiv
Bilanz.
Jörg Nußbaum umriss mit seinem Jahresrückblick nur wenige Höhepunkte der
Schießsportabteilung: das Ostereierschießen und die
Vereinsmeisterschaften, bei denen 70 Schützen an den Start gingen.
Die Georg-Schützen stellten als Ausrichter zudem bei den
Stadtmeisterschaften mit 61 Teilnehmern die stärkste Gruppe. Acht Titel
gewannen sie. Auch auf der Bezirksmeisterschaft lagen die Georg-Schützen:
Michael Roggenkamp holte den Bezirksmeistertitel in der Seniorenklasse
Luftgewehr 40.
In der Altersklasse Kleinkaliber wurde die Sürenheider Mannschaft
Bezirksmeister. Birgit Kosfeld holte sich in der Damenklasse den
Diözesanmeistertitel. Auch den Bürgermeisterpokal, ausgetragen unter den
vier Verler Schützenvereinen, nennen die Georg-Schützen derzeit ihr eigen.
Auf eine hohe Resonanz stieß das zweitägige Trainingslager in Ibbenbüren.
Mit einem Pokal wurden folgende Schützen ausgezeichnet. Scatt: Sören
Johanntoberens; Schüler: Yannik Straube; Jugend: Alice Kosfeld; Schützen:
Michael Roggenkamp; Altersklasse: Heino Blomberg; Luftpistole: Christian
Dost; Senioren: Josef Willinghöfer; Damen passiv: Sandra Niewöhner; Herren
passiv: Olaf Kampherm; Damen: Susanne Piepenbrock. Der Paar-Pokal ging an
Daniela und Michael Roggenkamp.

Frauenmannschaft holt Bundestitel
Verl-Sürenheide (ms). Sportschützinnen der Georg-Schützen haben im
vergangenen Jahr auf Vereins-, Bezirks-, Diözesan- und Bundesebene ganz
weit vorn mitgemischt. Die treffsichere erste Frauenmannschaft der
Sürenheider holte sogar den Bundesmeistertitel in den Verler Ortsteil
Sürenheide.
Daniela Roggenkamp, Birgit Kosfeld und Ulrike Koppers sicherten sich in
der Mannschaftswertung in der Disziplin Luftgewehr Auflage mit 891 Ringen
den ersten Platz. In der Einzelwertung belegte Ulrike Koppers mit 300
Ringen den zweiten Platz.
Die Freude über die Siege war bei den Sürenheider Schützinnen besonders
groß, da in den vergangenen Jahren der Bundestitel mehrfach in Folge an
die Sportschützinnen der Laurentius-Bruderschaft Westerwiehe gegangen war.
In diesem Jahr mussten sich die Westerwieherinnen mit dem zweiten Platz
begnügen.
Mitglieder fühlen sich »gut organisiert«
Generalversammlung St.-Georg-Schützenbruderschaft
Verl-Sürenheide
(ms). 760 Mitglieder zählt die St.-Georg-Schützenbruderschaft
Dreiländereck Verl-Sürenheide im 60. Jahr des Bestehens, davon sind 598
männlich, 162 weiblich.Der
Vorstand: Helmut Kosfeld (1. Brudermeister), Robin Pietsch, Thomas Pähler,
Wolfgang Lüke, Präses Pfarrer Hermann-Josef Hölscher, Mirko Volgmann,
Heinz-Josef Kosfeld, Klaus Bäumker, Wolfgang Schubert, Kati Schumacher,
Reinhard Pollmeier und Helmut Merschjohann. Foto: Stickling
»Tendenz steigend«, sagen Mitglieder, die immer mehr neue Schützenfreunde
gewinnen. Denn sie fühlen sich in der Schützenfamilie wohl und »gut
organisiert«. Mehr als 90 Schützen nahmen an der Generalversammlung im
Vereinslokal »Waldklause« teil. Sie begann mit einer Gemeinschaftsmesse in
der St.-Judas-Thaddäus-Kirche, zelebriert von Präses Pfarrer Hermann-Josef
Hölscher. Brudermeister Helmut Kosfeld wurde in geheimer Vorstandswahl
bei zwei Enthaltungen in seinem Amt bestätigt. Wieder gewählt wurden auch
der zweite Kassierer Klaus Bäumker und der Kommandeur Helmut Merschjohann.
Zum ersten Schriftführer wählte die Versammlung Wolfgang Schubert, zum
Stellvertreter Wolfgang Lüke. Beisitzerposten gingen an Kati Schumacher
und Thomas Pähler. Brudermeister Kosfeld dankte Manfred Hermes, der nach
acht Jahren für den Schriftführerposten nicht wieder kandidierte. Klaus
Bäumker nahm Gratulationen für seine 20-jährige Vorstandsarbeit entgegen.
Mit Präses Pfarrer Hölscher hieß Brudermeister Kosfeld das Königspaar
Wolfgang und Gudrun Lüke sowie das Prinzenpaar Matthias Kapusciak und
Sophie Rottenbach willkommen. Der Bericht von Kassierer Heinz-Josef
Kosfeld gab Veranlassung für Zukunftsvisionen, denn die Bruderschaft
konnte trotz etlicher Sonderausgaben (viel Geld floss in das Vereinshaus)
die Liquidität des Vereins weiter erhöhen. Denn ist eine Veranstaltung
angesetzt, finden sich stets Vereinsaktive, die sich ehrenamtlich ins Zeug
legen. So sind der Bruderschaftstag, der Schnatgang, das Osterfeuer, das
Schützen- und Oktoberfest und auch das Adventstreffen gewohnt erfolgreich
verlaufen. Der Überschuss des ersten Adventstreffens in Höhe von 1500 Euro
wurde der Aktion »Lichtblicke« übergeben. Der Bericht der Prüfer Inge
Stickling und Markus Woste führte zur Entlastung des Gesamtvorstands.
Detailliert stellte Brudermeister Kosfeld Satzungsänderungen vor, die die
Grundlagen des Vereins aktualisieren sollen. Sie können im Internet
eingesehen werden. Schützen haben die Möglichkeit, schriftlich Stellung zu
nehmen. Stadtbrandmeister Heiner Panrek (Verl) warb für die Idee, in der
Sürenheide eine Außengruppe aufzubauen, um zeitnahere Einsätze
gewährleisten zu können. Die spontan ausgeführte Hutsammlung erbrachte 360
Euro. Sie soll zur Restaurierung des Zepters verwandt werden.
Schießmeister Jörg Nußbaum und Jungschützenmeister Mirko Volgmann
berichteten über die erfolgreichen schießsportlichen Aktivitäten und die
Arbeit der Nachwuchsschützen. Sie bekamen für die positive Entwicklung,
die aus den Berichten hervor ging, viel Applaus.

Brudermeister Helmut Kosfeld einstimmig im Amt bestätigt
Verl-Sürenheide (ms). 760 Mitglieder zählt die
St.-Georg-Schützenbruderschaft Dreiländereck Verl-Sürenheide im 60. Jahr
des Bestehens, davon sind 598 männlich und 162 weiblich. Mehr als 90
Schützen nahmen an der Generalversammlung im Vereinslokal „Waldklause“
teil.
Sie
begann mit einer Gemeinschaftsmesse in der St.-Judas-Thaddäus-Kirche,
zelebriert von Präses Hermann-Josef Hölscher. Der wichtigste
Tagesordnungspunkt war die Vorstandswahl. Brudermeister Helmut Kosfeld
wurde in geheimer Wahl einstimmig in seinem Amt bestätigt. Zwei Mitglieder
enthielten sich.
Wieder gewählt wurden auch der zweite Kassierer Klaus Bäumker und der
Kommandeur Helmut Merschjohann. Zum ersten Schriftführer bestimmte die
Versammlung Wolfgang Schubert, zum stellvertretenden Schriftführer
Wolfgang Lüke. Beisitzerposten gingen an Kati Schumacher und Thomas Pähler.
Schützen-Versammlung
mit einem Gottesdienst in der Judas-Thaddäuskirche.
Nach einer kleinen Stärkung im Vereinslokal Waldklause beginnt die
Generalversammlung mit dem Grußwort vom Brudermeister Helmut Kosfeld. Der
Vorstand bittet um zahlreiches Erscheinen.
Dienstfreier Abend der Offiziere

In den Reihen der Fahnenoffiziere der
Schützenbruderschaft St. Georg herrscht von jeher ein großer Zusammenhalt.
Das beugt Engpässen vor und ist in erster Linie den altgedienten
Offizieren zu verdanken: Erwin Buschmann, Hermann Großekathöfer, Heinrich
Siggemann und Klemens Reinecke.Erwin Buschmann, bis heute Chef der
Fahnenoffiziere, lud vor 33 Jahren zum ersten Mal zu einem Offiziersabend
„mit Damen“ ein, um sich besser kennen und verstehen zu lernen. Bis auf
den Tag achtet er darauf, dass die Tradition weiterlebt. In den ersten
Wochen jedes neuen Jahres treffen sich die Offiziere mit ihren Frauen,
seit die Bruderschaft über das eigene Schützenheim verfügt, nicht mehr
privat in den Häusern der Korpsmitglieder.Erwin Buschmann hieß am
Wochenende zum nunmehr 33. Treffen auch die Brudermeister Helmut Kosfeld
und Werner Paulfeuerborn willkommen. Sein besonderer Gruß galt den Frauen
„im Offizierskasino“. In humorvoller Art wünschte er viel Spaß am
„dienstfreien Abend“ und verbat sich jegliche Verpflichtungen. Seine
Chefs, die Brudermeister, erließen eine entsprechende Order.Den Offizieren
vom Dienst wurden ostwestfälische Köstlichkeiten und dazu gut temperierte
Getränke gereicht. Viel Zeit gab es für Erinnerungen, auch an das eine
oder andere kuriose Vorkommnis. Denn das gab es bei aller
Dienstbeflissenheit eben auch. Erwin Buschmann gehört den Offizieren
immerhin schon 50 Jahre an, Heinrich Siggemann, Klemens Reinecke und
Hermann Großkathöfer 40 Jahre. Wie oft sie Festumzüge und Prozessionen
begleitet haben, Kameraden zu Grabe trugen, festliche Gottesdienste mit
ausschmückten, um nur einige ihrer Verpflichtungen zu nennen, weiß niemand
so genau. Fest steht jedoch, dass sie nicht einen Termin versäumt haben,
und das bei Wind und Wetter.Zahllose Anekdoten kamen auf den Tisch. So
nähte Elli Hollenbeck vor Jahren eigens für Erwin Buschmann eine
Vereinsfahne, als dieser das Original für den Fahnenschrank im
Schützenheim aus seiner Asservatenkammer herausrücken musste. Auf einem
der Kaunitzer Schützenfeste stellten die Offiziere fest, dass sie das
wichtige Mittelstück der Fahnenstange vergessen hatten. „Die Panik hätte
nicht größer sein können.“ Auch von glühender Hitze auf den
Schützenfesten, von Dauerregen, Sturm und Hagel war die Rede, von Füßen,
die nach langen Märschen schmerzten und vielen schönen Begegnungen mit den
Nachbarvereinen.(ms)
Winterfest zieht Majestäten an

Es ist von jeher einer der gesellschaftlichen
Höhepunkte in Verl und Umgebung: das Winterfest der St.-Georg-Schützen
Sürenheide. Am Samstag zog er Ballbesucher in großer Zahl an. Einen nicht
unerheblichen Anteil an dem Erfolg hatten das gastfreundliche Haus
Ohlmeyer und die für ihre Feierlaune bekannten und beliebten
Georg-Schützen.
Gekrönte Häupter begegneten sich „auf diesem Ball der
Bälle“, so die Wertung eines Gasts – so viele, wie auf keinem Ball zuvor:
Die St.-Hubertus-Schützenbruderschaft Kaunitz, der Bürgerschützenverein
Verl-Bornholte-Sende, die St.-Hubertus-Schützenbruderschaft Verl, die St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft
Avenwedde und auch die Bürgerschützen Friedrichsdorf entsandten ihre
Repräsentanten. Sie trafen auf die Vereinsregenten Wolfgang und Gudrun
Lüke.
Die Gesellschaft tanzte nach den Klängen der Band
„Music Duo“ mit den Solisten Petra Hübner und Ludger Oesterwiemann bis in
den frühen Sonntagmorgen. Auffallend hoch war der Anteil der jungen Ball-
und Partygäste. Brudermeister Helmut Kosfeld wertete das mit Blick auf die
Fortführung der Bruderschaft in die vierte und fünfte Generation als gutes
Omen. Gewinnchancen verschönten das Ereignis. Mit der Eintrittskarte war
je nach Losglück der Gewinn von Frühstückskörben, einer Ballonfahrt und
eines Sportrads verbunden.(ms)
Dem Winterball folgt die Versammlung
Die Jahreshauptversammlung findet am Samstag, 28.
Januar, ab 20 Uhr im Vereinslokal „Waldklause“ statt.
Sürenheider „machen einfach“ und helfen
Es ist eine Art Aktionsbündnis, das die
Schützenbruderschaft St. Georg Dreiländereck mit den Bürgern eingehen
möchten. Und das sinnbildlich mit einem Anstecker, der die Aufschrift
„Sürenheide – einfach machen“ trägt und das Verler Wappen führt. Mit ihm
wollen die Schützen auf schon bestehende Aktivitäten aufmerksam machen und
möglichst neue installieren.Mit diesem Anstecker möchten wir zwei Dinge
erreichen: zum einen die Identifikation der Träger mit unserem schönen
Stadtteil und zum anderen die Unterstützung sozialer Projekte.“
Brudermeister Helmut Kosfeld ist davon überzeugt, beides gelingt der
großen Schützenfamilie, in der 800 Mitglieder organisiert sind. Sie bekam
auf Anhieb die Dorfgemeinschaft mit ins Boot.
Zunächst sollen 400 Pins zum Preis von vier Euro an den
Mann gebracht werden, nach und nach rund 4000 und auch mehr. Die Idee für
den Anstecker entstand bei einem Treffen von Birgit Kosfeld, Ehefrau des
Brudermeisters und Leiterin der Damenkompanie, Christian Wischott und
Wolfgang Schubert. Die Fragen „Was haben wir?“, „Was sind wir?“ und „Was
macht uns aus?“ waren im Handumdrehen beantwortet.„Wir sind Sürenheider,
die gern etwas auf die Beine stellen, gern feiern und den Blick für die
Not der Menschen nicht aus den Augen verlieren möchten“, sagt Birgit
Kosfeld. Beispiele gibt es genug. Ob bei der Organisation der Schützen-
und Pfarrfeste, der Renovierung der Kirche, dem Neubau der
Friedhofskapelle, der Instandsetzung des Pfarrhauses oder dem Bau des
Kindergartens – immer sind auch Schützen unter den fleißigen Helfern
gewesen. Und Spenden flossen in all den Vereinsjahren ohnehin.Doch darauf
möchten die Schützen mit dem neuen Emblem nicht verweisen. Vielmehr
möchten sie, dass das Miteinander weiter gefördert wird. „Einfach machen
ohne lange zu fragen“, bringt Brudermeister Kosfeld den Slogan auf einen
kurzen Nenner.
Der Anstecker der Schützenbruderschaft „Sürenheide –
einfach machen“ ist zum Preis von vier Euro bei Brudermeister Helmut
Kosfeld ( w 05246/4859) und bei der Vorsitzenden der Dorfgemeinschaft,
Hedwig Masjosthusmann ( w 05246/1312), erhältlich. (ms)
Ex-Könige plaudern über Vereinszukunft

Knapp 40 Exkönige der St.-Georg-Schützenbruderschaft
Dreiländereck Verl-Sürenheide sind der Einladung der Ex-Könige Reinhard
Michels, Thomas Hertwig, Bertram Wiesrecker und Wolfgang Schubert zum
neunten Königstreffen am Samstag in das festlich geschmückte Vereinsheim
am Wideiweg gefolgt.
Ex-König Heiner Stickling gilt als Initiator des
Treffens, das für Exkönige und –kaiser zu den schönsten Geselligkeiten im
Jahr zählt. Reinhard Michels und Brudermeister und Ex-König Helmut Kosfeld
sprachen Begrüßungsworte. Es gebe keinen Zweifel daran, dass auf die
Ex-Majestäten über das Regierungsjahr hinaus Verlass sei. Mit Freude
aufgenommen wurden der amtierende König Wolfgang Lüke und der König der
Könige Rainer Adrian.
Themen waren nicht nur die je eigenen Regierungszeiten,
sondern auch die bescheidenen Anfänge der Bruderschaft in den
1950er-Jahren und deren rasanter Aufstieg. Viel Lob fand die starke
Jungschützenabteilung, die immer wieder in den Festumzügen im Großraum
Verl und auf den Bezirks-, Diözesan- und Bundesfesten für Aufsehen sorgt.
Denn die schneidig gekleideten Nachwuchsschützen bringen es oft auf 70
Teilnehmer und mehr, viele von ihnen sind Enkelkinder der Ex-Könige. Ihnen
gehöre die Zukunft, so die Teilnehmer. (ms)
Aktion „Lichtblicke“ erhält 1500 Euro

Das hätte sich vorher keiner der Initiatoren
träumen lassen: Der erste Advents-Treff der St.-Georg-Schützenbruderschaft
Dreiländereck Verl-Sürenheide übertraf mit 1500 Euro Reinerlös alle
Erwartungen. Die Summe wurde der Aktion „Lichtblicke“ gespendet, einer
Hilfsorganisation der Lokalradios in Nordrhein-Westfalen (NRW) zugunsten
benachteiligter Kinder in der Region. Carsten Schoßmeier von Radio
Gütersloh dankte für den Geldsegen, mit dem die Not vor Ort effektiv
gelindert werden solle.
Die Ideengeber des Advents-Treffs, Christiane Reckord,
Klaus Bäumker, Wolfgang Schubert und auch Brudermeister Helmut Kosfeld,
waren überwältigt vom Zuspruch durch Besucher von nah und fern. Ein
Verdienst auch unzähliger Helfershelfer, die aus der Außenanlage des
Vereinsheims kurzerhand eine kleine adventliche Zauberwelt entstehen
ließen. „Sie waren einfach da, packten mit an und brachten unendlich viele
gute Ideen mit“, freute sich Wolfgang Schubert hinterher. Das gute
Miteinander zahlte sich aus. Jeder der Besucher brachte nicht nur
allerbeste Stimmung, sondern vor allem Kauf- und Verzehrlust mit. Das
Angebot des Adventmarkts zog mit all den kleinen Büdchen mit
Kunstgewerblichem, selbst gezogenen Kerzen und so manchem Mitbringsel das
lebhafte Interesse auf sich. Das Bild zeigt (v. l.) Brudermeister Helmut
Kosfeld, Ehrenbrudermeister Hans Schumacher, Exkönig Hans Stickling und
Organisator Wolfgang Schubert.(ms). Bild: Stickling
Adventstreffpunkt wird zum Volltreffer

Verl-Sürenheide Mit ihrem ersten
„Adventstreffpunkt“ haben die St.-Georg-Schützen Verl-Sürenheide auf
Anhieb einen Volltreffer gelandet. Etliche der Sportschützen, die sich für
das Preisschießen auf dem Schießstand einschreiben ließen, erwiesen sich
als motiviert und treffsicher.Schließlich hatte König Wolfgang Lüke für
den Sieger einen beachtlichen Gutschein des Blumenhauses Woste gestiftet.
„Wir feiern gern mit Gleichgesinnten, doch die Solidarität mit den in Not
geratenen Menschen ist uns mindestens genau so wichtig.“ Das war die
zentrale Aussage der Brudermeister Helmut Kosfeld und Werner Paulfeuerborn
auch an diesem Abend. Der Erlös des Adventstreffs fließt an die
Hilfsorganisation „Lichtblicke“.Die Idee dazu hatte Christiane Reckord.
Sie und etliche weitere Aktive besetzten die Verkaufs- und Verzehrstände.
Für die Organisation des Treffs waren Meinolf Pähler, Christian Wischott,
Wolfgang Schubert, Matthias Kapuiciak, Helmut Kosfeld, Christiane Reckord,
Klaus Bäumker sowie die Nachwuchsschützen Liam Kosfeld und Tim
Henkenjohann verantwortlich. Sie opferten fast eine Woche ihrer Freizeit,
manche sogar einen Ferientag, um den Adventsmarkt herzurichten.Am
Samstagnachmittag war das Gelände am Schießheim schließlich in einen
kleinen, feinen Adventsmarkt verwandelt. Die Dekoration und ein wahres
Lichtermeer sorgten für eine stilvolle Atmosphäre. Damit den Besuchern
nicht kalt wurde, gab es Wärmestrahler und im Zentrum einen Kamin, den
Wolfgang Schubert installiert und für den er auch das Buchen- und
Birkenholz spendiert hatte.Die Verkaufswaren in den Häuschen waren für den
guten Zweck gespendet worden: Sie reichten von Werkarbeiten und
weihnachtlichen Spezialitäten über handgezogene Kerzen bis hin zu
hochprozentigen alkoholischen Getränken. An den Verzehrständen konnte der
kleine und große Hunger und auch der Durst individuell gestillt werden.Den
guten Zusammenhalt im Stadtteil zeigten auch Aktive der Dorfgemeinschaft.
Sie brachten nicht nur Glühweintassen als willkommene Leihgaben mit,
sondern halfen auch beim Service.
Königspaare plaudern einmal ganz privat

Verl (ms). Majestäten der vier Verler Schützenvereine haben
sich in der Mitte ihrer Amtszeit außerhalb des höfischen Protokolls getroffen.
Sie wollten sich bei diesem Termin besser kennenlernen und fernab ihrer
Verpflichtungen einmal ganz privat zusammen sein.Die Initialzündung dazu ging
von den Majestäten der Georg-Schützenbruderschaft, Wolfgang und Gudrun Lüke,
aus. Sie öffneten den Königspaaren die Türen ihres Hauses in der Sürenheide.
Auf Anhieb wurde der gemütliche Spätnachmittagstreff zu einem der Höhepunkte
in ihrem Regierungsjahr. Ihr Geschenk hätten die Gäste nicht treffender
auswählen können: ein Kerzen-Tischschmuck für Teelichter, bestehend aus Kronen
für das Sürenheider Königshaus.„Wir Königspaare haben uns auf den gemeinsamen
Veranstaltungen, auf den Schützenfesten, dem Bezirkskönigsball und auch dem
Ball der Verler Vereine mehr Zeit für Gespräche untereinander gewünscht“,
erklärte Gudrun Lüke, wie es zu dem neuen Punkt im Terminkalender der
Schützenpaare gekommen war. Doch dazu habe die Zeit einfach nicht gereicht.
Die teilnehmenden Königspaare Uwe und Angela Edinger (Bürgerschützen VBS),
Harald und Melanie Honerlage (Gilde), Dr. Matthias und Anja Hennig (Hubertus
Kaunitz) sowie Wolfgang und Gudrun Lüke (St. Georg-Sürenheide) lobten den
Erfolg des ersten privaten Treffens ebenfalls. Zudem werde der Winterball der
Kaunitzer Schützen zeitgleich mit dem der Bürgerschützen gefeiert. Somit
müssten sich die Majestäten immer für eine Begegnung entscheiden. Vielleicht
könne das ja, „schon wegen der intensiveren Beziehungspflege“ in Zukunft
geändert werden, so die Paare. Ausdrücklich sprachen sich die Könige und
Königinnen dafür aus, dass das Treffen ausschließlich privater Natur sein
solle, und dass damit nicht die geringste Einflussnahme auf Entscheidungen der
Vorstände beabsichtigt werde.Das beherrschende Thema waren daher auch die ganz
persönlichen Ziele die hohen Ämter zu übernehmen und die damit verbundenen
Verpflichtungen, die alle sehr wichtig und ernst nehmen. „Wir haben uns
blendend unterhalten und unser Gesprächsstoff rund um die Tradition der
Vereine und um persönliche Ambitionen riss nicht ab“, sagte die Gastgeberin
Gudrun Lüke. Einmal mehr beschworen die Teilnehmer die herzlichen und
freundschaftlichen Beziehungen, die die Schützenvereine, doch vor allem die
Throngesellschaften, untereinander pflegen. Ob die private Begegnung der
Majestäten fortgeführt wird, vermochten die Teilnehmer nicht zu beantworten.
Schließlich muss der Wunsch nach so einem ungewöhnlichen Treffen auch von den
nächsten gekrönten Häuptern ausgesprochen werden.
St.-Georg-Schützen messen sich
Pokalschießen in Sürenheide

Die Pokalsieger: Helmut Kosfeld, Heino
Blomberg, Daniela Roggenkamp, Christian Dost, Michael
Roggenkamp, Susanne Piepenbrock, Sandra Niewöhner, Josef
Willinghöfer, Olaf Kampherm, Alice Kosfeld und Jörg Nußbaum
sowie (vorne) Nick Pollmeier, Liam Kosfeld und Sören
Johanntoberens.
Foto: WB
Verl-Sürenheide (WB). Die Stimmung und
die Motivation der Sportschützen auf dem Schießstand der
St.-Georg-Schützenbruderschaft in Verl-Sürenheide hätten am
Samstag nicht besser sein können. Wie jedes Jahr im November
hatten die Schießleiter Jörg Nußbaum und Heino Blomberg zum
Wettstreit um den St. Georg-Pokal eingeladen, der zu den
begehrtesten Trophäen in der Bruderschaft zählt. Knapp 60
Schützen ließen sich in die Teilnehmerliste eintragen.
Spannung lag in der Luft, denn mit der eigenen Leistung
wollten die Sportschützen das Glück herausfordern. Elf
Schützen gelang das. Der Modus: 15 Schuss bei einer
Zehntelwertung.Schießleiter Jörg Nußbaum hielt während der
Bekanntgabe der Gewinner mit Lob und Anerkennung nicht
zurück für einen »äußerst fairen Wettstreit«. Darüber hinaus
konnten die Schützen ihre Leistungen um ein Erhebliches
steigern. Jede neue Bestleistung führte zu einem neuen
Hochruf auf dem Schießstand. Auch die amtierenden Majestäten
Wolfgang und Gudrun Lüke sowie das Prinzenpaar Matthias
Kapuciak und Sophie Rottenbach sparten mit Hochachtung
nicht. Sie zählten zu den ersten, die den Pokalgewinnern
gratulierten.
Die nächste sportliche Herausforderung
steht den Schützen bereits ins Haus. Schießleiter und
Majestäten nahmen Paarlosungen vor, nach denen in den
nächsten Wochen der Wettbewerb um den Bürgermeisterpokal
ausgetragen werden soll.Die Gewinner des St.-Georg-Pokals:
In der Disziplin Scat holte sich Sören Johanntoberens
(131,3) die Trophäe, im Paarschießen gelang das dem Paar
Daniela und Michael Roggenkamp (308,4). In der
Damen-Passiv-Klasse siegte Sandra Niewöhner (148,9), in der
Herren-Passiv-Klasse Olaf Kampherm (152,8). In der
Schützenklasse holte sich Michael Roggenkamp (142,2) den
Pokal, in der Jugendklasse Alice Kosfeld (126,8). Christian
Dost (127,6) gewann den Wettstreit in der
Luftpistolenklasse, Yannik Straube (140,9) in der
Schülerklasse. Josef Willinghöfer (151,5) konnte in der
Seniorenklasse den Pokal niemand streitig machen, in der
Damenklasse war es Susanne Piepenbrock (155,4). In der
Altersklasse hatte Heino Blomberg (155.9) unangefochten die
Nase vorn.
Royalisten wiegen sich im Tanz
Großer Bezirkskönigsball in Westerwiehe
zum Abschluss der Schützenfestsaison 2011

Kreis Gütersloh
(WB). Glanzvoll haben die amtierenden Majestäten der 19
Bruderschaften, die sich beim Bezirksverband Wiedenbrück im
Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften Köln
organisiert wissen, mit dem Bezirkskönigsball die
Schützenfestsaison 2011 abgeschlossen.Amtierende
Regentinnen und Regenten der Bruderschaften, die sich im
Bezirksverband eingebunden wissen. Glanzvoll geht es zu in
den Festsälen der Familie Kreutzheide in
Rietberg-Westerwiehe. Mehr als 700 Gäste feiern bis in die
frühen Morgenstunden und bekommen wegen der Zeitumstellung
sogar eine Stunde dazu.
Fotos: WB
Mit ihrem Hofstaat
und den Vereinsvorständen feierten sie ein Fest, das seit
Gründung im Jahr 1993 durch den damaligen
Bezirksbundesmeister Franz-Josef Schmidt zu den großen
gesellschaftlichen Ereignissen im Kreis Gütersloh zählt.
Eine Nacht lang standen die geschmückten Festsäle der
Familie Josef Kreutzheide in Rietberg-Westerwiehe in
Konkurrenz zu den prunkvoll gekleideten Damen und den
schneidig gekleideten Herren. Rund 750 Royalisten blieben
einen Abend lang unter sich.
Die Partyband »Music and Fun« aus
Rheda-Wiedenbrück mit Matthias Werner, Heike Winderlich und
Klaus Wulfheide setzte die ersten Festakzente. Nach der
Vorstellung der Königspaare, des Kaiserpaares Franz-Josef
und Paula Dresselhaus sowie den Festansprachen, sorgte die
Tanzband für ein Ballvergnügen, das noch lange im Gespräch
sein wird. Das Arrangement des Festes lag in der
Verantwortung des gastgebenden Vereins, also der
St.-Laurentius-Schützenbruderschaft Westerwiehe, des
Bezirksvorstands und der Familie Kreutzheide.
Den Auftakt des
Abends übernahm das Bezirkskönigspaar Norbert und Diethlind
Klüwer aus Benteler. Ihm folgten unter nicht minder lautem
Jubel der Ballteilnehmer die Majestäten und
Nachwuchsmajestäten. Die beiden Bezirksbundesmeister Hans
Heitjohann und Mario Kleinemeier hießen sie namentlich
willkommen. Am Ehrentisch hatten zur dieser Stunde bereits
Platz genommen: Ralph Brinkhaus MdB, Dr. Michael Brinkmeier
MdL, Karl-Heinz Benteler, Ehren-Kreisoberst des Altkreises
Lippstadt vom Sauerländer Schützenbund, sowie der
Diözesanbundesmeister Eberhard Banneyer.
Kleinemeier rückte die glanzvolle
Schützenfestsaison in den Blick. Er würdigte das gute
Miteinander im Verband und warf einen Blick auf die gut
verlaufenen Schützenfeste. »Alle Bruderschaften haben
geeignete Bewerber gefunden.« Dabei hätten vor den
Schützenfesten so manchem Brudermeister »die Sorgenfalten
auf der Stirn gestanden«. Er dankte allen amtierenden
Regenten und Regentinnen für die Übernahme der Ämter in
einer gesellschaftlich wie wirtschaftlich nicht leichten
Zeit. Den Vorständen der Bruderschaft wünschte Kleinemeier
viel Glück in der Schützenfestsaison 2012. Für die
Ehrengäste ergriff Ralph Brinkhaus das Wort. Er versäumte
2011 so gut wie kein Schützenfest im Bezirksverband.
Kleinemeier erkannte das als tiefe Verbundenheit.
Sürenheide liegt auf der Wiesn
Karten zum Oktoberfest der
Schützenbruderschaft sind innerhalb eines Vormittags
ausverkauft
Von Andreas Berenbrinker
Verl-Sürenheide
(WB). »Schatzi, schenk mir ein Foto« - direkt nach dem
Fassanstich heizen die »Heimatländer« die Gäste auf dem
Sürenheider Oktoberfest ein. Die Veranstaltung auf dem
Schützenplatz entwickelt sich zu Wahnsinns-Wiesn. O' zapft is!

Organisiert wird das stilechte Oktoberfest
mit weiß-blauem Flair, Biertischgarnituren und bayerischer
Stimmungsmucke von der St.-Georg-Schützenbruderschaft
Dreiländereck und vom RHB-Team. Obwohl am Wochenende erst die
dritte Auflage stieg, hat sich das Volksfest schon zum Kult in
Verl und Umgebung entwickelt. Wem der Weg nach München zur
Theresienwiese zu weit ist, der amüsiert sich köstlich in
Sürenheide. »Das hier ist ein Traum«, war Helmut Kosfeld,
Brudermeister der Georg-Schützen, begeistert, »es herrscht eine
schier unglaubliche Euphorie.«
Im Festzelt versammeln sich 1200 schunkel-, tanz- und bierselige
Gäste jeden Alters. Auffällig aber, dass viele junge Menschen
den Weg hierher gefunden haben. »Die Karten für den Abend waren
im Laufe eines Vormittages ausverkauft«, berichtet Kosfeld
stolz, »aber wir stoßen jetzt auch an unsere Grenzen.«
Überlegungen, das Oktoberfest an zwei Abenden steigen zu lassen,
gebe es nicht. »Lieber einmal und dann aber richtig«, blickt
Kosfeld ins Zelt und man spürt seine Begeisterung. Für den
Fassanstich im rappelvollen Zelt war eigentlich Paul Hermreck
verantwortlich. Aber Verls Bürgermeister hämmerte und hämmerte
vergeblich. Voll Adrenalin übernahm dann Helmut Kosfeld diesen
Job, hämmerte dreimal und schon sprudelte der Gerstensaft aus
dem Fass. Während die »Heimatländer« aus Hessen die in
Dirndl und Lederhosen gewandeten Gäste einheizten, mussten
andere auf der Wiesn ebenfalls richtig schuften. Die Madls und
Buam vom RHB-Team hatten alle Hände voll zu tun, um den Durst
und den Hunger der Besucher zu stillen. »Ich schaffe acht Maß
auf einmal«, ruft Tina Rheker im Vorbeigehen - das Bier muss
schnell unters Volk. Um die passende Grundlage zu schaffen,
trugen die Kellner immer wieder riesige Platten mit Haxen,
bayerischen Schweinbraten, Leberkäse oder auch Brezen in die
Reihen.
Sürenheide macht der Wies’n
Konkurrenz
1300 Gäste beim Oktoberfest
Verl-Sürenheide (ebb). Wer sagt denn,
dass man nur in Bayern ein zünftiges Oktoberfest feiern kann?
Dass es auch anders und (mindestens) genauso gut abgeht wie
beispielsweise an der Isar, dass haben 1300 bestens gelaunte
Ostwestfalen am Samstag in der Sürenheide bewiesen. Auf der
Wiese des Schützenplatzes, im blau-weiß dekorierten Zelt - bis
dass der Boden wackelte.Die ausrichtende Schützenbruderschaft
war vom Besucherzuspruch schlichtweg überrannt worden,
schilderten die Brudermeister Helmut Kosfeld und Werner
Paulfeuerborn. Waren es vergangenes Jahr noch gut 800, die „bis
in die Puppen“ ausgiebig gefeiert hatten, strömten diesmal
gleich 500 mehr im schmucken Dirndl beziehungsweise in
Krachlederner und Trachtenhemd ins Zelt. „Und für nächstes Jahr
überlegen wir, ob wir nicht ein doppelstöckiges Festzelt – wie
in München – aufbauen“, hieß es aus dem Kreis der
Festmacher.Rund eine Stunde nach Festbeginn erfolgte der
offizielle Startschuss. Allerdings nicht, wie geplant durch
Bürgermeister Paul Hermreck. Der ist ja mittlerweile und
gleichsam kraft Amtes schon mehrfach geübt, doch am Samstag
wollte alles Hämmern nicht recht glücken. Kurzerhand nahm
Brudermeister Kosfeld das Schlaggerät selbst in die Hand und
unter dem Johlen des Feiervolkes dauerte es gerade mal drei,
vier Schläge, bis der Gerstensaft aus dem Fass spritzte.Jubelnd
stemmten die Ehrengäste, unter ihnen natürlich Sürenheides
Schützenkönigspaar Wolfgang und Gudrun Lüke, Hedwig
Masjosthusmann von der Dorfgemeinschaft, die Brudermeister sowie
Festwirt Jürgen Ruthmann, die Krüge gegen Zelthimmel. Und da
nahm die Bayernsause noch einmal rasant Fahrt auf. Die Kapelle
„Die Heimatländer“ trugen vom ersten Akkord an ihren Teil dazu
bei, dass die Menge bald auf Tischen und Bänken tanzte. Und da
standen sie den Bayern nun wirklich in nichts nach.Der
Feuerwehrlöschzug Verl war gleich mit 80 Frauen und Männern
dabei. „Wir wollen schon mal unsere Sürenheider ‚Lösch-Gruppe‘
ausprobieren“, scherzten Dirk Späte und Herbert Rofalski. Die
Königspaare und Throngesellschaften von Sürenheide, von den
Bürgerschützen, aus Friedrichsdorf und Kaunitz sowie König Jörg
Hornschuh von der Feuerwehr mischten kräftig mit – auf der
Grundlage deftiger bayerischer Schmankerln. Da musste sich das
RHB-Team um Jürgen Ruthmann mit Haxen, Bratkartoffeln,
bayerischem Schweinsbraten, Brezeln, Backleberkäse und
Schnitzeln auch vor der Konkurrenz von der Münchener Wies’n
nicht verstecken. Was für ein Fest!

Bürgemeisterpokaschießen Die
Schwarz-Weißen räumen drei Titel ab

Verl-Bornholte (ebb). Die
St.-Hubertus-Schützengilde Verl ist der Abräumer schlechthin.
Beim Bürgermeisterpokalschießen der vier Verler Schützenvereine
hatten die Schwarz-Weißen am Samstag die Nase vorn. Drei von
vier möglichen Titeln gingen an die Paderborner Straße. Mit
Wolfgang Lüke von St. Georg Sürenheide kommt einzig der neue
„Stadt-Superkönig“ aus einem anderen Verein.Bei der Siegerehrung
im Schützenheim des so gastfreundlichen Bürgerschützenvereins
Verl-Bornholte-Sende war der Jubel groß. „Die Gilde gibt in
diesem Jahr wohl alles“, mutmaßte Schirmherr Bürgermeister Paul
Hermreck (CDU), der auch den Zweit-, Dritt- und Viertplatzierten
Respekt zollte: „Heute sind alle Gewinner.“ Sein Vorvorgänger im
Amt, Josef Lakämper, war es gewesen, der das
Bürgermeisterpokalschießen einst ins Leben gerufen hatte, um den
freundschaftlichen Zusammenhalt und die Geselligkeit der vier
Verler Schützenvereine untereinander zu fördern.Beim Wettbewerb
am Samstag waren bis auf die Kaunitzer Schützenkönigin Anja
Hennig, die in Sachen Kolping unterwegs war, sämtliche
Jungschützenköniginnen und -könige sowie die amtierenden
Majestäten und Königinnen der vier Traditionsvereine vertreten.
Die Frauen hatten 15 Luftgewehrschüsse auf die Schießscheiben
abzugeben, die Männer 30, ausgezeichnet betreut durch die
Schießmeister der „Bürger“, Roland Schüppel und Frank
Lauströer.Bei den Jungschützenkönigen hatte Andre Kettelhoit
(Gilde Verl) die Nase vorn, gefolgt von Mike Meier zu Verl
(Bürger). Ein Kuriosum waren die Ergebnisse auf Platz drei.
Außer derselben Anzahl von 278 Ringen hatten Matthias Kapusciak
(Sürenheide) und Andre Aelker (Kaunitz) mit 292,7 auch dieselbe
Zehntelwertung. „So was von selten. Das habe ich noch nicht
erlebt“, so Schießmeister Schüppel.Bei den
Jungschützenköniginnen siegte Elisa Pähler (Gilde) vor Sophie
Rottenbach (Sürenheide), Sarah Meier zu Verl (Bürger) und Anja
Echterhoff (Kaunitz). Begeisterten Jubel der Gilde-Delegation
gab es darüber hinaus für Melanie Honerlage, die vor Angela
Edinger (Bürger) und Gudrun Lüke (Sürenheide) den Wanderpokal
holte.
Schützenheim in neuem Glanz
Tag der offenen Tür bei St. Georg - 1100 Arbeitsstunden
investiert
Marode Fenster, kaputtes Dach, keine
Wärme-Isolierung. Eine Stromanlage von anno dazumal. Die Toiletten nur von
außen begehbar. Derartige Zustände gehören im Vereinsheim der
Schützenbruderschaft St. Georg Dreiländereck in Sürenheide nun der
Vergangenheit an .

Ehrenamtliche Handwerker, von links:
: Michael Roggenkamp, Daniel Buschmann, Werner Paulfeuerborn, Christel
Blomberg, Heinz-Josef Kosfeld und Heino Blomberg.
Schriftenmaler
Frank Balsliemke übernimmt die Wandmalerei.
Nur drei Monate nachdem
die Vereinsanlage für die Renovierung geschlossen worden ist, können die
Schützen an diesem Samstag, 13. August, nun ihr »neues Schützenheim«
vorstellen. Von 15 Uhr an laden sie zu einem Tag der offenen Tür ein. »Wir
sind glücklich, Helfer, Sponsoren und Freunde herzlich willkommen heißen
zu können«, sagt Hausmanager Christian Wischott, der mit seiner Crew für
das leibliche Wohl der Gäste zuständig ist.
Und die werden feierlich begrüßt, wie bereits einst
vor fast 25 Jahren: »Mit großer Freude konnte am 24. Mai der neue
Schießstand in der Widei-Schule mit einem geräumigen Aufenthaltsraum,
einem Waffenraum und sechs Schießbahnen seiner Bestimmung übergeben
werden«, hatte damals ein Chronist zur Einweihung des Schützenheims
geschrieben. Ein Vierteljahrhundert später war der Trakt des alten Widei-Schulgebäudes
in die Jahre gekommen, die Anzahl der Mitglieder des Vereins hatte sich
zudem mittlerweile fast verdoppelt. Der Alltag wurde für die
Schützenfamilien angesichts der Mängel immer schwerer.
Die Stadtverwaltung hatte für die Sorgen der
Schützen ein offenes Ohr und handelte prompt. Im Rahmen des
Konjunkturplanes segnete der Rat 2009 die umfassende Sanierung des
Gebäudes ab. Rund 280 000 Euro wurden für die Maßnahme bewilligt - wohl
wissend, dass die Georg-Schützen in »die Hände spucken« und selbst einen
gewichtigen Beitrag leisten würden. Das taten sie gern und können sich nun
über ein Heim freuen, das in neuem Glanz erstrahlt. So wurde im Zug der
Sanierung der Aufenthaltsraum um rund 15 Quadratmeter vergrößert und mit
einer schallschluckenden Decke versehen. Ein Lager- und Vorratsraum wurde
eingerichtet, eine Sanitär-Anlage mit drei Damen-Toiletten
zukunftsorientiert und behindertengerecht neu installiert. Blickfang des
Vereinshauses ist der Eingangsbereich geworden - mit einer großzügig
gestalteten Glasfassade mit Schellenanlage und Aushang.
»Ein drinnen wie draußen
angebrachter Wärmeverbund-Putz, die neuen Fenster und auch die
Dachsanierung werden die Energiekosten spürbar senken«, sind sich die
Verantwortlichen sicher. Auch die gesamte Elektrik wurde auf den neuesten
Stand gebracht und eine neue Beschallungs-Anlage installiert. Die über 30
freiwilligen Helfer nahmen sich auch die Terrasse und den Garten vor. Kaum
ein Stein noch ein Gartenstück blieb unbearbeitet.
»Wir verdanken unser neues Haus
in erster Linie der Stadtverwaltung, den Sponsoren und Helfern«, sagt
Werner Paulfeuerborn. Der stellvertretende Brudermeister weiß, wovon er
spricht, denn in seiner Hand lag die Leitung der umfassenden Maßnahme, die
in Eigenleistung mit rund 1100 Arbeitsstunden geschah.
(ms)
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