Schützenbruderschaft 
St. Georg-Dreiländereck e.V.

Aktualisiert am: 22.03.2012

Bund der historischen deutschen  Schützenbruderschaften e.V.

 

 

Aktion

Sürenheider im Einsatz für

einen müllfreien Ortsteil

Verl-Sürenheide (mab). Samstag, 8.30 Uhr. Die Luft ist dunstig, die Temperatur angenehm. 30 Kinder und Erwachsene gehen, radeln oder fahren zum Bürgertreff Sürenheide, schlüpfen in Warnwesten, greifen sich Müllzangen, Mülltüten und Eimer, stülpen dicke Handschuhe über – und los geht’s.

Drei Tage vor dem kalendarischen Frühlingsbeginn säubern die Freiwilligen ihren Ortsteil. Jede Kleingruppe sammelt in einem vorgegebenen Bereich. „Ganz Sürenheide ist abgedeckt, auch Pausheide und die Seesiedlung“, stellt Hedwig Masjosthusmann, die Vorsitzende der Dorfgemeinschaft, fest. Seit 20 Jahren organisiert die Gemeinschaft diese Aktion im Frühjahr. Inzwischen sind Schützen, Sportler, „Libelle“-Besucher und Jugendfeuerwehr mit im Boot.

„Der Müll wird leider nicht weniger“, bedauert Masjosthusmann. Zwar würden nur noch wenige große Gegenstände im Freien entsorgt, dafür aber mehr Kleinmüll. Die Ehrenamtlichen finden einen Spiegel- und einen Kleiderschrank, jede Menge Flaschen, Dosen, Plastikgeschirr, Spielzeugautos, Zigarettenkippen und vieles mehr. Sechs Kleintransporter und einen Traktor mit Anhänger brauchen sie, um den Müll in den Bauhof zu bringen.

Konrad Horstmann und Meinolf Klau-Brucker reinigen das Areal rund um den Bürgertreff. Nele, Leon und Finn-Lasse Masjosthusmann, Nichten und Neffen der Vorsitzenden, sowie Renée Brucker helfen mit: „Das macht Spaß.“ Auch bei der nächsten Aktion wollen sie wieder dabei sein.

Heiner Sunder, Helmut Bürmann und Hans Schumacher sind im Zentrum unterwegs. „An abgelegeneren Orten liegen überall Reste von Mahlzeiten“, erzählt Bürmann. Am Bolzplatz bei Kleinemas liegt ein halbes Moped. Die brauchbaren Teile sind ausgebaut, der Rest offensichtlich entrümpelt. Das muss mit einem Fahrzeug abgeholt werden.

Andreas Weste, Klaus Bäumker und Helmut Merschjohann fahren mit einem Kleintransporter entlang der Autobahn, kontrollieren Überfahrten und eine Behelfsausfahrt. Ihre Funde: Auto- und Lkw-Reifen, ein ganzer Sack voll defekter Bälle und Gartenabfälle, die in Plastiksäcken verpackt an der A 2 entsorgt wurden. „Hier findet man alles“, sagen die drei Männer kopfschüttelnd. Der Dank von Bürgermeister Paul Hermreck anschließend im Bürgertreff ist allen Aktiven sicher.

 

St.-Georg-Schützen

Fürstliches Frühstück genossen

Verl-Sürenheide (ms). Die St.-Georg-Schützenbruderschaft Dreiländereck Verl-Sürenheide bezeichnet sich selbst gern als große Schützenfamilie. Ganz zu recht, wie sich am Sonntagmorgen zeigte, denn rund 60 zumeist langjährige Mitglieder, Senioren und die, die es in absehbarer Zeit werden, begegneten sich zu einem „Seniorenfrühstück Ü 45“. Im Vereinslokal „Waldklause“ hatte man die Tische festlich eingedeckt und war auf einen Service eingestellt, der Maßstäbe setzte. Fürstlich durfte gespeist und ausgiebig mit den Nachbarn geplaudert werden.

Dass sich der morgendlichen Begegnung ein gemütliches Beisammensein anschloss, war beabsichtigt und galt für viele als willkommene Überraschung. Zwei Schützenbrüder, das Duo „Heinz & Heinz“, Heinz Echterhoff und Heinz Reckord, spielten auf und hoben die Stimmung noch einmal um ein Erhebliches.

Die neuerliche Begegnung verdanken die Senioren dem Initiator Josef Mattern. Zum dritten Mal hatte der Ehrenkommandeur, frühere stellvertretende Brudermeister und Kompanieführer Schützen eingeladen, die der Bruderschaft eng verbunden sind. Sein vereinsinternes Bemühen um Begegnung trägt seit Jahren zum Erhalt der guten Beziehungen untereinander bei und sorgt dafür, dass sich Senioren immer noch mitten im Geschehen wissen. Auch Brudermeister Helmut Kosfeld brachte zum Ausdruck, wie er Matterns Bemühen schätzt.

 

Feuerwehr in Sürenheide

Mit Löschgruppe unabhängig von Spexard werden

Von unserem Redaktionsmitglied Christoph Ackfeld

Verl (gl). Zwei bis drei Minuten sind es in der Regel, die der Löschzug Verl der Freiwilligen Feuerwehr nach den Kollegen aus Spexard am Einsatzort in der Sürenheide eintrifft. Die Ölbachstadt ist genau deshalb bei der Brandschutzbekämpfung auf Gütersloher Hilfe angewiesen. Das soll sich langfristig ändern. Eine Löschgruppe Sürenheide wird nun aufgebaut.

Dafür suchen Stadtverwaltung und Feuerwehr Interessenten. „Uns ist es wichtig, mit eigenen Kräften die Stadt zu versorgen“, sagte Bürgermeister Paul Hermreck gestern. Mittelfristig soll eine Löschgruppe Sürenheide gebildet werden, später vielleicht auch ein Löschzug mit eigenem Feuerwehrgerätehaus. Wobei über letzteres Thema der Bürgermeister nicht gern spricht.

Zunächst soll der erste Schritt gemacht werden: Menschen aus Sürenheide gewonnen werden, die sich bei der Freiwilligen Feuerwehr engagieren. Zwischen 18 und 40 Jahren sollten sie alt sein und körperlich fit. Wer älter ist, wird nicht abgewiesen. Auch für ihn werde sich eine Aufgabe finden, so Hermreck. Und für Jugendliche verweisen der Bürgermeister und Stadtbrandmeister Heiner Panreck auf die Jugendfeuerwehr in Verl, wo auch der Nachwuchs aus Kaunitz zusammengefasst ist.

In den Löschzügen Kaunitz und Verl gibt es schon drei Mitglieder, die aus der Sürenheide stammen: Herbert Rofalski, Dirk Späte und Martin Bitter sind die Basis. Hinzu kommen drei Interessenten, die ausgebildet werden müssen. Stadtbrandmeister Panreck hofft nun, zunächst drei bis vier weitere Freiwillige zu finden. Sie nähmen dann an einem Grundkursus nach den Sommerferien teil, um das Basiswissen zu erlernen.

Langsam soll die Gruppe aufgebaut werden. „Mit Gewalt kann man das nicht regeln“, sagt Panreck. Finden sich nun 15 Personen, sei es möglich, ein Einsatzfahrzeug in Sürenheide unterzubringen. Ab 30 Personen könnte ein Löschfahrzeug hinzukommen. Die Sürenheider würden bei einem Brand im eigenen Stadtteil dann als Vorhut ausrücken und weiterhin Verstärkung aus Spexard und Verl erhalten. Zumindest so lange, wie es keinen eigenen Löschzug in der Sürenheide gibt.

Am Mittwoch, 21. März, findet ab 19.30 Uhr eine Informationsveranstaltung der St-Georg-Schützen, der Feuerwehr und der Dorfgemeinschaft Sürenheide im Bürgertreff, Posener Straße statt.

 

 

 

 

Kordelschießen am Wideiweg

Verl-Sürenheide (gl). Die Schießmeister der St.-Georg-Schützenbruderschaft Dreiländereck Verl-Sürenheide, Jörg Nußbaum und Heino Blomberg, laden für Sonntag, 5.Februar, von 11 bis 13 Uhr zum Kordelschießen ein. Aktive und passive Schützen sind dazu eingeladen. Ausgetragen wird der Wettkampf auf dem Schießstand am Wideiweg.

 

Treffsichere Schützen mit Pokalen geehrt

Verl-Sürenheide (ms). Die Schießmeister der St.-Georg-Schützenbruderschaft Dreiländereck Verl-Sürenheide Jörg Nußbaum und Heino Blomberg haben im Rahmen der Jahreshauptversammlung im Vereinslokal „Waldklause“ positiv Bilanz.

Jörg Nußbaum umriss mit seinem Jahresrückblick nur wenige Höhepunkte der Schießsportabteilung: das Ostereierschießen und die Vereinsmeisterschaften, bei denen 70 Schützen an den Start gingen.

Die Georg-Schützen stellten als Ausrichter zudem bei den Stadtmeisterschaften mit 61 Teilnehmern die stärkste Gruppe. Acht Titel gewannen sie. Auch auf der Bezirksmeisterschaft lagen die Georg-Schützen: Michael Roggenkamp holte den Bezirksmeistertitel in der Seniorenklasse Luftgewehr 40.

In der Altersklasse Kleinkaliber wurde die Sürenheider Mannschaft Bezirksmeister. Birgit Kosfeld holte sich in der Damenklasse den Diözesanmeistertitel. Auch den Bürgermeisterpokal, ausgetragen unter den vier Verler Schützenvereinen, nennen die Georg-Schützen derzeit ihr eigen.

Auf eine hohe Resonanz stieß das zweitägige Trainingslager in Ibbenbüren. Mit einem Pokal wurden folgende Schützen ausgezeichnet. Scatt: Sören Johanntoberens; Schüler: Yannik Straube; Jugend: Alice Kosfeld; Schützen: Michael Roggenkamp; Altersklasse: Heino Blomberg; Luftpistole: Christian Dost; Senioren: Josef Willinghöfer; Damen passiv: Sandra Niewöhner; Herren passiv: Olaf Kampherm; Damen: Susanne Piepenbrock. Der Paar-Pokal ging an Daniela und Michael Roggenkamp.

 

Frauenmannschaft holt Bundestitel

Verl-Sürenheide (ms). Sportschützinnen der Georg-Schützen haben im vergangenen Jahr auf Vereins-, Bezirks-, Diözesan- und Bundesebene ganz weit vorn mitgemischt. Die treffsichere erste Frauenmannschaft der Sürenheider holte sogar den Bundesmeistertitel in den Verler Ortsteil Sürenheide.

Daniela Roggenkamp, Birgit Kosfeld und Ulrike Koppers sicherten sich in der Mannschaftswertung in der Disziplin Luftgewehr Auflage mit 891 Ringen den ersten Platz. In der Einzelwertung belegte Ulrike Koppers mit 300 Ringen den zweiten Platz.

Die Freude über die Siege war bei den Sürenheider Schützinnen besonders groß, da in den vergangenen Jahren der Bundestitel mehrfach in Folge an die Sportschützinnen der Laurentius-Bruderschaft Westerwiehe gegangen war. In diesem Jahr mussten sich die Westerwieherinnen mit dem zweiten Platz begnügen.

 

Mitglieder fühlen sich
»gut organisiert«

Generalversammlung St.-Georg-Schützenbruderschaft

Verl-Sürenheide (ms). 760 Mitglieder zählt die St.-Georg-Schützenbruderschaft Dreiländereck Verl-Sürenheide im 60. Jahr des Bestehens, davon sind 598 männlich, 162 weiblich.Der Vorstand: Helmut Kosfeld (1. Brudermeister), Robin Pietsch, Thomas Pähler, Wolfgang Lüke, Präses Pfarrer Hermann-Josef Hölscher, Mirko Volgmann, Heinz-Josef Kosfeld, Klaus Bäumker, Wolfgang Schubert, Kati Schumacher, Reinhard Pollmeier und Helmut Merschjohann. Foto: Stickling

»Tendenz steigend«, sagen Mitglieder, die immer mehr neue Schützenfreunde gewinnen. Denn sie fühlen sich in der Schützenfamilie wohl und »gut organisiert«. Mehr als 90 Schützen nahmen an der Generalversammlung im Vereinslokal »Waldklause« teil. Sie begann mit einer Gemeinschaftsmesse in der St.-Judas-Thaddäus-Kirche, zelebriert von Präses Pfarrer Hermann-Josef Hölscher.
Brudermeister Helmut Kosfeld wurde in geheimer Vorstandswahl bei zwei Enthaltungen in seinem Amt bestätigt. Wieder gewählt wurden auch der zweite Kassierer Klaus Bäumker und der Kommandeur Helmut Merschjohann. Zum ersten Schriftführer wählte die Versammlung Wolfgang Schubert, zum Stellvertreter Wolfgang Lüke. Beisitzerposten gingen an Kati Schumacher und Thomas Pähler. Brudermeister Kosfeld dankte Manfred Hermes, der nach acht Jahren für den Schriftführerposten nicht wieder kandidierte. Klaus Bäumker nahm Gratulationen für seine 20-jährige Vorstandsarbeit entgegen.
Mit Präses Pfarrer Hölscher hieß Brudermeister Kosfeld das Königspaar Wolfgang und Gudrun Lüke sowie das Prinzenpaar Matthias Kapusciak und Sophie Rottenbach willkommen. Der Bericht von Kassierer Heinz-Josef Kosfeld gab Veranlassung für Zukunftsvisionen, denn die Bruderschaft konnte trotz etlicher Sonderausgaben (viel Geld floss in das Vereinshaus) die Liquidität des Vereins weiter erhöhen. Denn ist eine Veranstaltung angesetzt, finden sich stets Vereinsaktive, die sich ehrenamtlich ins Zeug legen. So sind der Bruderschaftstag, der Schnatgang, das Osterfeuer, das Schützen- und Oktoberfest und auch das Adventstreffen gewohnt erfolgreich verlaufen. Der Überschuss des ersten Adventstreffens in Höhe von 1500 Euro wurde der Aktion »Lichtblicke« übergeben. Der Bericht der Prüfer Inge Stickling und Markus Woste führte zur Entlastung des Gesamtvorstands.
Detailliert stellte Brudermeister Kosfeld Satzungsänderungen vor, die die Grundlagen des Vereins aktualisieren sollen. Sie können im Internet eingesehen werden. Schützen haben die Möglichkeit, schriftlich Stellung zu nehmen. Stadtbrandmeister Heiner Panrek (Verl) warb für die Idee, in der Sürenheide eine Außengruppe aufzubauen, um zeitnahere Einsätze gewährleisten zu können. Die spontan ausgeführte Hutsammlung erbrachte 360 Euro. Sie soll zur Restaurierung des Zepters verwandt werden.
Schießmeister Jörg Nußbaum und Jungschützenmeister Mirko Volgmann berichteten über die erfolgreichen schießsportlichen Aktivitäten und die Arbeit der Nachwuchsschützen. Sie bekamen für die positive Entwicklung, die aus den Berichten hervor ging, viel Applaus.

 

Brudermeister Helmut Kosfeld einstimmig im Amt bestätigt

Verl-Sürenheide (ms). 760 Mitglieder zählt die St.-Georg-Schützenbruderschaft Dreiländereck Verl-Sürenheide im 60. Jahr des Bestehens, davon sind 598 männlich und 162 weiblich. Mehr als 90 Schützen nahmen an der Generalversammlung im Vereinslokal „Waldklause“ teil.

Sie begann mit einer Gemeinschaftsmesse in der St.-Judas-Thaddäus-Kirche, zelebriert von Präses Hermann-Josef Hölscher. Der wichtigste Tagesordnungspunkt war die Vorstandswahl. Brudermeister Helmut Kosfeld wurde in geheimer Wahl einstimmig in seinem Amt bestätigt. Zwei Mitglieder enthielten sich.

Wieder gewählt wurden auch der zweite Kassierer Klaus Bäumker und der Kommandeur Helmut Merschjohann. Zum ersten Schriftführer bestimmte die Versammlung Wolfgang Schubert, zum stellvertretenden Schriftführer Wolfgang Lüke. Beisitzerposten gingen an Kati Schumacher und Thomas Pähler.

 Schützen-Versammlung

mit einem Gottesdienst in der Judas-Thaddäuskirche. Nach einer kleinen Stärkung im Vereinslokal Waldklause beginnt die Generalversammlung mit dem Grußwort vom Brudermeister Helmut Kosfeld. Der Vorstand bittet um zahlreiches Erscheinen.

 

Dienstfreier Abend der Offiziere

 In den Reihen der Fahnenoffiziere der Schützenbruderschaft St. Georg herrscht von jeher ein großer Zusammenhalt. Das beugt Engpässen vor und ist in erster Linie den altgedienten Offizieren zu verdanken: Erwin Buschmann, Hermann Großekathöfer, Heinrich Siggemann und Klemens Reinecke.Erwin Buschmann, bis heute Chef der Fahnenoffiziere, lud vor 33 Jahren zum ersten Mal zu einem Offiziersabend „mit Damen“ ein, um sich besser kennen und verstehen zu lernen. Bis auf den Tag achtet er darauf, dass die Tradition weiterlebt. In den ersten Wochen jedes neuen Jahres treffen sich die Offiziere mit ihren Frauen, seit die Bruderschaft über das eigene Schützenheim verfügt, nicht mehr privat in den Häusern der Korpsmitglieder.Erwin Buschmann hieß am Wochenende zum nunmehr 33. Treffen auch die Brudermeister Helmut Kosfeld und Werner Paulfeuerborn willkommen. Sein besonderer Gruß galt den Frauen „im Offizierskasino“. In humorvoller Art wünschte er viel Spaß am „dienstfreien Abend“ und verbat sich jegliche Verpflichtungen. Seine Chefs, die Brudermeister, erließen eine entsprechende Order.Den Offizieren vom Dienst wurden ostwestfälische Köstlichkeiten und dazu gut temperierte Getränke gereicht. Viel Zeit gab es für Erinnerungen, auch an das eine oder andere kuriose Vorkommnis. Denn das gab es bei aller Dienstbeflissenheit eben auch. Erwin Buschmann gehört den Offizieren immerhin schon 50 Jahre an, Heinrich Siggemann, Klemens Reinecke und Hermann Großkathöfer 40 Jahre. Wie oft sie Festumzüge und Prozessionen begleitet haben, Kameraden zu Grabe trugen, festliche Gottesdienste mit ausschmückten, um nur einige ihrer Verpflichtungen zu nennen, weiß niemand so genau. Fest steht jedoch, dass sie nicht einen Termin versäumt haben, und das bei Wind und Wetter.Zahllose Anekdoten kamen auf den Tisch. So nähte Elli Hollenbeck vor Jahren eigens für Erwin Buschmann eine Vereinsfahne, als dieser das Original für den Fahnenschrank im Schützenheim aus seiner Asservatenkammer herausrücken musste. Auf einem der Kaunitzer Schützenfeste stellten die Offiziere fest, dass sie das wichtige Mittelstück der Fahnenstange vergessen hatten. „Die Panik hätte nicht größer sein können.“ Auch von glühender Hitze auf den Schützenfesten, von Dauerregen, Sturm und Hagel war die Rede, von Füßen, die nach langen Märschen schmerzten und vielen schönen Begegnungen mit den Nachbarvereinen.(ms)

 

Winterfest zieht Majestäten an

 Es ist von jeher einer der gesellschaftlichen Höhepunkte in Verl und Umgebung: das Winterfest der St.-Georg-Schützen Sürenheide. Am Samstag zog er Ballbesucher in großer Zahl an. Einen nicht unerheblichen Anteil an dem Erfolg hatten das gastfreundliche Haus Ohlmeyer und die für ihre Feierlaune bekannten und beliebten Georg-Schützen.

Gekrönte Häupter begegneten sich „auf diesem Ball der Bälle“, so die Wertung eines Gasts – so viele, wie auf keinem Ball zuvor: Die St.-Hubertus-Schützenbruderschaft Kaunitz, der Bürgerschützenverein Verl-Bornholte-Sende, die St.-Hubertus-Schützenbruderschaft Verl, die St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft Avenwedde und auch die Bürgerschützen Friedrichsdorf entsandten ihre Repräsentanten. Sie trafen auf die Vereinsregenten Wolfgang und Gudrun Lüke.

Die Gesellschaft tanzte nach den Klängen der Band „Music Duo“ mit den Solisten Petra Hübner und Ludger Oesterwiemann bis in den frühen Sonntagmorgen. Auffallend hoch war der Anteil der jungen Ball- und Partygäste. Brudermeister Helmut Kosfeld wertete das mit Blick auf die Fortführung der Bruderschaft in die vierte und fünfte Generation als gutes Omen. Gewinnchancen verschönten das Ereignis. Mit der Eintrittskarte war je nach Losglück der Gewinn von Frühstückskörben, einer Ballonfahrt und eines Sportrads verbunden.(ms)

 

Dem Winterball folgt die Versammlung

 Die Jahreshauptversammlung findet am Samstag, 28. Januar, ab 20 Uhr im Vereinslokal „Waldklause“ statt. 

Sürenheider „machen einfach“ und helfen

 

 Es ist eine Art Aktionsbündnis, das die Schützenbruderschaft St. Georg Dreiländereck mit den Bürgern eingehen möchten. Und das sinnbildlich mit einem Anstecker, der die Aufschrift „Sürenheide – einfach machen“ trägt und das Verler Wappen führt. Mit ihm wollen die Schützen auf schon bestehende Aktivitäten aufmerksam machen und möglichst neue installieren.Mit diesem Anstecker möchten wir zwei Dinge erreichen: zum einen die Identifikation der Träger mit unserem schönen Stadtteil und zum anderen die Unterstützung sozialer Projekte.“ Brudermeister Helmut Kosfeld ist davon überzeugt, beides gelingt der großen Schützenfamilie, in der 800 Mitglieder organisiert sind. Sie bekam auf Anhieb die Dorfgemeinschaft mit ins Boot.

Zunächst sollen 400 Pins zum Preis von vier Euro an den Mann gebracht werden, nach und nach rund 4000 und auch mehr. Die Idee für den Anstecker entstand bei einem Treffen von Birgit Kosfeld, Ehefrau des Brudermeisters und Leiterin der Damenkompanie, Christian Wischott und Wolfgang Schubert. Die Fragen „Was haben wir?“, „Was sind wir?“ und „Was macht uns aus?“ waren im Handumdrehen beantwortet.„Wir sind Sürenheider, die gern etwas auf die Beine stellen, gern feiern und den Blick für die Not der Menschen nicht aus den Augen verlieren möchten“, sagt Birgit Kosfeld. Beispiele gibt es genug. Ob bei der Organisation der Schützen- und Pfarrfeste, der Renovierung der Kirche, dem Neubau der Friedhofskapelle, der Instandsetzung des Pfarrhauses oder dem Bau des Kindergartens – immer sind auch Schützen unter den fleißigen Helfern gewesen. Und Spenden flossen in all den Vereinsjahren ohnehin.Doch darauf möchten die Schützen mit dem neuen Emblem nicht verweisen. Vielmehr möchten sie, dass das Miteinander weiter gefördert wird. „Einfach machen ohne lange zu fragen“, bringt Brudermeister Kosfeld den Slogan auf einen kurzen Nenner.

Der Anstecker der Schützenbruderschaft „Sürenheide – einfach machen“ ist zum Preis von vier Euro bei Brudermeister Helmut Kosfeld ( w 05246/4859) und bei der Vorsitzenden der Dorfgemeinschaft, Hedwig Masjosthusmann ( w 05246/1312), erhältlich. (ms)

 

Ex-Könige plaudern über Vereinszukunft

Knapp 40 Exkönige der St.-Georg-Schützenbruderschaft Dreiländereck Verl-Sürenheide sind der Einladung der Ex-Könige Reinhard Michels, Thomas Hertwig, Bertram Wiesrecker und Wolfgang Schubert zum neunten Königstreffen am Samstag in das festlich geschmückte Vereinsheim am Wideiweg gefolgt.

Ex-König Heiner Stickling gilt als Initiator des Treffens, das für Exkönige und –kaiser zu den schönsten Geselligkeiten im Jahr zählt. Reinhard Michels und Brudermeister und Ex-König Helmut Kosfeld sprachen Begrüßungsworte. Es gebe keinen Zweifel daran, dass auf die Ex-Majestäten über das Regierungsjahr hinaus Verlass sei. Mit Freude aufgenommen wurden der amtierende König Wolfgang Lüke und der König der Könige Rainer Adrian.

Themen waren nicht nur die je eigenen Regierungszeiten, sondern auch die bescheidenen Anfänge der Bruderschaft in den 1950er-Jahren und deren rasanter Aufstieg. Viel Lob fand die starke Jungschützenabteilung, die immer wieder in den Festumzügen im Großraum Verl und auf den Bezirks-, Diözesan- und Bundesfesten für Aufsehen sorgt. Denn die schneidig gekleideten Nachwuchsschützen bringen es oft auf 70 Teilnehmer und mehr, viele von ihnen sind Enkelkinder der Ex-Könige. Ihnen gehöre die Zukunft, so die Teilnehmer. (ms)

 

Aktion „Lichtblicke“ erhält 1500 Euro

  Das hätte sich vorher keiner der Initiatoren träumen lassen: Der erste Advents-Treff der St.-Georg-Schützenbruderschaft Dreiländereck Verl-Sürenheide übertraf mit 1500 Euro Reinerlös alle Erwartungen. Die Summe wurde der Aktion „Lichtblicke“ gespendet, einer Hilfsorganisation der Lokalradios in Nordrhein-Westfalen (NRW) zugunsten benachteiligter Kinder in der Region. Carsten Schoßmeier von Radio Gütersloh dankte für den Geldsegen, mit dem die Not vor Ort effektiv gelindert werden solle.

Die Ideengeber des Advents-Treffs, Christiane Reckord, Klaus Bäumker, Wolfgang Schubert und auch Brudermeister Helmut Kosfeld, waren überwältigt vom Zuspruch durch Besucher von nah und fern. Ein Verdienst auch unzähliger Helfershelfer, die aus der Außenanlage des Vereinsheims kurzerhand eine kleine adventliche Zauberwelt entstehen ließen. „Sie waren einfach da, packten mit an und brachten unendlich viele gute Ideen mit“, freute sich Wolfgang Schubert hinterher. Das gute Miteinander zahlte sich aus. Jeder der Besucher brachte nicht nur allerbeste Stimmung, sondern vor allem Kauf- und Verzehrlust mit. Das Angebot des Adventmarkts zog mit all den kleinen Büdchen mit Kunstgewerblichem, selbst gezogenen Kerzen und so manchem Mitbringsel das lebhafte Interesse auf sich. Das Bild zeigt (v. l.) Brudermeister Helmut Kosfeld, Ehrenbrudermeister Hans Schumacher, Exkönig Hans Stickling und Organisator Wolfgang Schubert.(ms). Bild: Stickling

 

Adventstreffpunkt wird zum Volltreffer

Verl-Sürenheide  Mit ihrem ersten „Adventstreffpunkt“ haben die St.-Georg-Schützen Verl-Sürenheide auf Anhieb einen Volltreffer gelandet. Etliche der Sportschützen, die sich für das Preisschießen auf dem Schießstand einschreiben ließen, erwiesen sich als motiviert und treffsicher.Schließlich hatte König Wolfgang Lüke für den Sieger einen beachtlichen Gutschein des Blumenhauses Woste gestiftet. „Wir feiern gern mit Gleichgesinnten, doch die Solidarität mit den in Not geratenen Menschen ist uns mindestens genau so wichtig.“ Das war die zentrale Aussage der Brudermeister Helmut Kosfeld und Werner Paulfeuerborn auch an diesem Abend. Der Erlös des Adventstreffs fließt an die Hilfsorganisation „Lichtblicke“.Die Idee dazu hatte Christiane Reckord. Sie und etliche weitere Aktive besetzten die Verkaufs- und Verzehrstände. Für die Organisation des Treffs waren Meinolf Pähler, Christian Wischott, Wolfgang Schubert, Matthias Kapuiciak, Helmut Kosfeld, Christiane Reckord, Klaus Bäumker sowie die Nachwuchsschützen Liam Kosfeld und Tim Henkenjohann verantwortlich. Sie opferten fast eine Woche ihrer Freizeit, manche sogar einen Ferientag, um den Adventsmarkt herzurichten.Am Samstagnachmittag war das Gelände am Schießheim schließlich in einen kleinen, feinen Adventsmarkt verwandelt. Die Dekoration und ein wahres Lichtermeer sorgten für eine stilvolle Atmosphäre. Damit den Besuchern nicht kalt wurde, gab es Wärmestrahler und im Zentrum einen Kamin, den Wolfgang Schubert installiert und für den er auch das Buchen- und Birkenholz spendiert hatte.Die Verkaufswaren in den Häuschen waren für den guten Zweck gespendet worden: Sie reichten von Werkarbeiten und weihnachtlichen Spezialitäten über handgezogene Kerzen bis hin zu hochprozentigen alkoholischen Getränken. An den Verzehrständen konnte der kleine und große Hunger und auch der Durst individuell gestillt werden.Den guten Zusammenhalt im Stadtteil zeigten auch Aktive der Dorfgemeinschaft. Sie brachten nicht nur Glühweintassen als willkommene Leihgaben mit, sondern halfen auch beim Service.

 

 

Königspaare plaudern einmal ganz privat

Verl (ms). Majestäten der vier Verler Schützenvereine haben sich in der Mitte ihrer Amtszeit außerhalb des höfischen Protokolls getroffen. Sie wollten sich bei diesem Termin besser kennenlernen und fernab ihrer Verpflichtungen einmal ganz privat zusammen sein.Die Initialzündung dazu ging von den Majestäten der Georg-Schützenbruderschaft, Wolfgang und Gudrun Lüke, aus. Sie öffneten den Königspaaren die Türen ihres Hauses in der Sürenheide. Auf Anhieb wurde der gemütliche Spätnachmittagstreff zu einem der Höhepunkte in ihrem Regierungsjahr. Ihr Geschenk hätten die Gäste nicht treffender auswählen können: ein Kerzen-Tischschmuck für Teelichter, bestehend aus Kronen für das Sürenheider Königshaus.„Wir Königspaare haben uns auf den gemeinsamen Veranstaltungen, auf den Schützenfesten, dem Bezirkskönigsball und auch dem Ball der Verler Vereine mehr Zeit für Gespräche untereinander gewünscht“, erklärte Gudrun Lüke, wie es zu dem neuen Punkt im Terminkalender der Schützenpaare gekommen war. Doch dazu habe die Zeit einfach nicht gereicht. Die teilnehmenden Königspaare Uwe und Angela Edinger (Bürgerschützen VBS), Harald und Melanie Honerlage (Gilde), Dr. Matthias und Anja Hennig (Hubertus Kaunitz) sowie Wolfgang und Gudrun Lüke (St. Georg-Sürenheide) lobten den Erfolg des ersten privaten Treffens ebenfalls. Zudem werde der Winterball der Kaunitzer Schützen zeitgleich mit dem der Bürgerschützen gefeiert. Somit müssten sich die Majestäten immer für eine Begegnung entscheiden. Vielleicht könne das ja, „schon wegen der intensiveren Beziehungspflege“ in Zukunft geändert werden, so die Paare. Ausdrücklich sprachen sich die Könige und Königinnen dafür aus, dass das Treffen ausschließlich privater Natur sein solle, und dass damit nicht die geringste Einflussnahme auf Entscheidungen der Vorstände beabsichtigt werde.Das beherrschende Thema waren daher auch die ganz persönlichen Ziele die hohen Ämter zu übernehmen und die damit verbundenen Verpflichtungen, die alle sehr wichtig und ernst nehmen. „Wir haben uns blendend unterhalten und unser Gesprächsstoff rund um die Tradition der Vereine und um persönliche Ambitionen riss nicht ab“, sagte die Gastgeberin Gudrun Lüke. Einmal mehr beschworen die Teilnehmer die herzlichen und freundschaftlichen Beziehungen, die die Schützenvereine, doch vor allem die Throngesellschaften, untereinander pflegen. Ob die private Begegnung der Majestäten fortgeführt wird, vermochten die Teilnehmer nicht zu beantworten. Schließlich muss der Wunsch nach so einem ungewöhnlichen Treffen auch von den nächsten gekrönten Häuptern ausgesprochen werden.

 

 

 

St.-Georg-Schützen messen sich

Pokalschießen in Sürenheide

Die Pokalsieger: Helmut Kosfeld, Heino Blomberg, Daniela Roggenkamp, Christian Dost, Michael Roggenkamp, Susanne Piepenbrock, Sandra Niewöhner, Josef Willinghöfer, Olaf Kampherm, Alice Kosfeld und Jörg Nußbaum sowie (vorne) Nick Pollmeier, Liam Kosfeld und Sören Johanntoberens. Foto: WB
Verl-Sürenheide (WB). Die Stimmung und die Motivation der Sportschützen auf dem Schießstand der St.-Georg-Schützenbruderschaft in Verl-Sürenheide hätten am Samstag nicht besser sein können. Wie jedes Jahr im November hatten die Schießleiter Jörg Nußbaum und Heino Blomberg zum Wettstreit um den St. Georg-Pokal eingeladen, der zu den begehrtesten Trophäen in der Bruderschaft zählt. Knapp 60 Schützen ließen sich in die Teilnehmerliste eintragen. Spannung lag in der Luft, denn mit der eigenen Leistung wollten die Sportschützen das Glück herausfordern. Elf Schützen gelang das. Der Modus: 15 Schuss bei einer Zehntelwertung.Schießleiter Jörg Nußbaum hielt während der Bekanntgabe der Gewinner mit Lob und Anerkennung nicht zurück für einen »äußerst fairen Wettstreit«. Darüber hinaus konnten die Schützen ihre Leistungen um ein Erhebliches steigern. Jede neue Bestleistung führte zu einem neuen Hochruf auf dem Schießstand. Auch die amtierenden Majestäten Wolfgang und Gudrun Lüke sowie das Prinzenpaar Matthias Kapuciak und Sophie Rottenbach sparten mit Hochachtung nicht. Sie zählten zu den ersten, die den Pokalgewinnern gratulierten.
Die nächste sportliche Herausforderung steht den Schützen bereits ins Haus. Schießleiter und Majestäten nahmen Paarlosungen vor, nach denen in den nächsten Wochen der Wettbewerb um den Bürgermeisterpokal ausgetragen werden soll.Die Gewinner des St.-Georg-Pokals: In der Disziplin Scat holte sich Sören Johanntoberens (131,3) die Trophäe, im Paarschießen gelang das dem Paar Daniela und Michael Roggenkamp (308,4). In der Damen-Passiv-Klasse siegte Sandra Niewöhner (148,9), in der Herren-Passiv-Klasse Olaf Kampherm (152,8). In der Schützenklasse holte sich Michael Roggenkamp (142,2) den Pokal, in der Jugendklasse Alice Kosfeld (126,8). Christian Dost (127,6) gewann den Wettstreit in der Luftpistolenklasse, Yannik Straube (140,9) in der Schülerklasse. Josef Willinghöfer (151,5) konnte in der Seniorenklasse den Pokal niemand streitig machen, in der Damenklasse war es Susanne Piepenbrock (155,4). In der Altersklasse hatte Heino Blomberg (155.9) unangefochten die Nase vorn.

 

Royalisten wiegen sich im Tanz

Großer Bezirkskönigsball in Westerwiehe zum Abschluss der Schützenfestsaison 2011


Kreis Gütersloh (WB). Glanzvoll haben die amtierenden Majestäten der 19 Bruderschaften, die sich beim Bezirksverband Wiedenbrück im Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften Köln organisiert wissen, mit dem Bezirkskönigsball die Schützenfestsaison 2011 abgeschlossen.Amtierende Regentinnen und Regenten der Bruderschaften, die sich im Bezirksverband eingebunden wissen. Glanzvoll geht es zu in den Festsälen der Familie Kreutzheide in Rietberg-Westerwiehe. Mehr als 700 Gäste feiern bis in die frühen Morgenstunden und bekommen wegen der Zeitumstellung sogar eine Stunde dazu. Fotos: WB

Mit ihrem Hofstaat und den Vereinsvorständen feierten sie ein Fest, das seit Gründung im Jahr 1993 durch den damaligen Bezirksbundesmeister Franz-Josef Schmidt zu den großen gesellschaftlichen Ereignissen im Kreis Gütersloh zählt. Eine Nacht lang standen die geschmückten Festsäle der Familie Josef Kreutzheide in Rietberg-Westerwiehe in Konkurrenz zu den prunkvoll gekleideten Damen und den schneidig gekleideten Herren. Rund 750 Royalisten blieben einen Abend lang unter sich.
Die Partyband »Music and Fun« aus Rheda-Wiedenbrück mit Matthias Werner, Heike Winderlich und Klaus Wulfheide setzte die ersten Festakzente. Nach der Vorstellung der Königspaare, des Kaiserpaares Franz-Josef und Paula Dresselhaus sowie den Festansprachen, sorgte die Tanzband für ein Ballvergnügen, das noch lange im Gespräch sein wird. Das Arrangement des Festes lag in der Verantwortung des gastgebenden Vereins, also der St.-Laurentius-Schützenbruderschaft Westerwiehe, des Bezirksvorstands und der Familie Kreutzheide.
Den Auftakt des Abends übernahm das Bezirkskönigspaar Norbert und Diethlind Klüwer aus Benteler. Ihm folgten unter nicht minder lautem Jubel der Ballteilnehmer die Majestäten und Nachwuchsmajestäten. Die beiden Bezirksbundesmeister Hans Heitjohann und Mario Kleinemeier hießen sie namentlich willkommen. Am Ehrentisch hatten zur dieser Stunde bereits Platz genommen: Ralph Brinkhaus MdB, Dr. Michael Brinkmeier MdL, Karl-Heinz Benteler, Ehren-Kreisoberst des Altkreises Lippstadt vom Sauerländer Schützenbund, sowie der Diözesanbundesmeister Eberhard Banneyer.
Kleinemeier rückte die glanzvolle Schützenfestsaison in den Blick. Er würdigte das gute Miteinander im Verband und warf einen Blick auf die gut verlaufenen Schützenfeste. »Alle Bruderschaften haben geeignete Bewerber gefunden.« Dabei hätten vor den Schützenfesten so manchem Brudermeister »die Sorgenfalten auf der Stirn gestanden«. Er dankte allen amtierenden Regenten und Regentinnen für die Übernahme der Ämter in einer gesellschaftlich wie wirtschaftlich nicht leichten Zeit. Den Vorständen der Bruderschaft wünschte Kleinemeier viel Glück in der Schützenfestsaison 2012. Für die Ehrengäste ergriff Ralph Brinkhaus das Wort. Er versäumte 2011 so gut wie kein Schützenfest im Bezirksverband. Kleinemeier erkannte das als tiefe Verbundenheit.

 

Sürenheide liegt auf der Wiesn

Karten zum Oktoberfest der Schützenbruderschaft sind innerhalb eines Vormittags ausverkauft

Von Andreas Berenbrinker
Verl-Sürenheide (WB). »Schatzi, schenk mir ein Foto« - direkt nach dem Fassanstich heizen die »Heimatländer« die Gäste auf dem Sürenheider Oktoberfest ein. Die Veranstaltung auf dem Schützenplatz entwickelt sich zu Wahnsinns-Wiesn. O' zapft is!


          

Organisiert wird das stilechte Oktoberfest mit weiß-blauem Flair, Biertischgarnituren und bayerischer Stimmungsmucke von der St.-Georg-Schützenbruderschaft Dreiländereck und vom RHB-Team. Obwohl am Wochenende erst die dritte Auflage stieg, hat sich das Volksfest schon zum Kult in Verl und Umgebung entwickelt. Wem der Weg nach München zur Theresienwiese zu weit ist, der amüsiert sich köstlich in Sürenheide. »Das hier ist ein Traum«, war Helmut Kosfeld, Brudermeister der Georg-Schützen, begeistert, »es herrscht eine schier unglaubliche Euphorie.«
Im Festzelt versammeln sich 1200 schunkel-, tanz- und bierselige Gäste jeden Alters. Auffällig aber, dass viele junge Menschen den Weg hierher gefunden haben. »Die Karten für den Abend waren im Laufe eines Vormittages ausverkauft«, berichtet Kosfeld stolz, »aber wir stoßen jetzt auch an unsere Grenzen.« Überlegungen, das Oktoberfest an zwei Abenden steigen zu lassen, gebe es nicht. »Lieber einmal und dann aber richtig«, blickt Kosfeld ins Zelt und man spürt seine Begeisterung. Für den Fassanstich im rappelvollen Zelt war eigentlich Paul Hermreck verantwortlich. Aber Verls Bürgermeister hämmerte und hämmerte vergeblich. Voll Adrenalin übernahm dann Helmut Kosfeld diesen Job, hämmerte dreimal und schon sprudelte der Gerstensaft aus dem Fass.
Während die »Heimatländer« aus Hessen die in Dirndl und Lederhosen gewandeten Gäste einheizten, mussten andere auf der Wiesn ebenfalls richtig schuften. Die Madls und Buam vom RHB-Team hatten alle Hände voll zu tun, um den Durst und den Hunger der Besucher zu stillen. »Ich schaffe acht Maß auf einmal«, ruft Tina Rheker im Vorbeigehen - das Bier muss schnell unters Volk. Um die passende Grundlage zu schaffen, trugen die Kellner immer wieder riesige Platten mit Haxen, bayerischen Schweinbraten, Leberkäse oder auch Brezen in die Reihen.

  

Sürenheide macht der Wies’n Konkurrenz

1300 Gäste beim Oktoberfest

Verl-Sürenheide (ebb). Wer sagt denn, dass man nur in Bayern ein zünftiges Oktoberfest feiern kann? Dass es auch anders und (mindestens) genauso gut abgeht wie beispielsweise an der Isar, dass haben 1300 bestens gelaunte Ostwestfalen am Samstag in der Sürenheide bewiesen. Auf der Wiese des Schützenplatzes, im blau-weiß dekorierten Zelt - bis dass der Boden wackelte.Die ausrichtende Schützenbruderschaft war vom Besucherzuspruch schlichtweg überrannt worden, schilderten die Brudermeister Helmut Kosfeld und Werner Paulfeuerborn. Waren es vergangenes Jahr noch gut 800, die „bis in die Puppen“ ausgiebig gefeiert hatten, strömten diesmal gleich 500 mehr im schmucken Dirndl beziehungsweise in Krachlederner und Trachtenhemd ins Zelt. „Und für nächstes Jahr überlegen wir, ob wir nicht ein doppelstöckiges Festzelt – wie in München – aufbauen“, hieß es aus dem Kreis der Festmacher.Rund eine Stunde nach Festbeginn erfolgte der offizielle Startschuss. Allerdings nicht, wie geplant durch Bürgermeister Paul Hermreck. Der ist ja mittlerweile und gleichsam kraft Amtes schon mehrfach geübt, doch am Samstag wollte alles Hämmern nicht recht glücken. Kurzerhand nahm Brudermeister Kosfeld das Schlaggerät selbst in die Hand und unter dem Johlen des Feiervolkes dauerte es gerade mal drei, vier Schläge, bis der Gerstensaft aus dem Fass spritzte.Jubelnd stemmten die Ehrengäste, unter ihnen natürlich Sürenheides Schützenkönigspaar Wolfgang und Gudrun Lüke, Hedwig Masjosthusmann von der Dorfgemeinschaft, die Brudermeister sowie Festwirt Jürgen Ruthmann, die Krüge gegen Zelthimmel. Und da nahm die Bayernsause noch einmal rasant Fahrt auf. Die Kapelle „Die Heimatländer“ trugen vom ersten Akkord an ihren Teil dazu bei, dass die Menge bald auf Tischen und Bänken tanzte. Und da standen sie den Bayern nun wirklich in nichts nach.Der Feuerwehrlöschzug Verl war gleich mit 80 Frauen und Männern dabei. „Wir wollen schon mal unsere Sürenheider ‚Lösch-Gruppe‘ ausprobieren“, scherzten Dirk Späte und Herbert Rofalski. Die Königspaare und Throngesellschaften von Sürenheide, von den Bürgerschützen, aus Friedrichsdorf und Kaunitz sowie König Jörg Hornschuh von der Feuerwehr mischten kräftig mit – auf der Grundlage deftiger bayerischer Schmankerln. Da musste sich das RHB-Team um Jürgen Ruthmann mit Haxen, Bratkartoffeln, bayerischem Schweinsbraten, Brezeln, Backleberkäse und Schnitzeln auch vor der Konkurrenz von der Münchener Wies’n nicht verstecken. Was für ein Fest!

 

Bürgemeisterpokaschießen  Die Schwarz-Weißen räumen drei Titel ab

Verl-Bornholte (ebb). Die St.-Hubertus-Schützengilde Verl ist der Abräumer schlechthin. Beim Bürgermeisterpokalschießen der vier Verler Schützenvereine hatten die Schwarz-Weißen am Samstag die Nase vorn. Drei von vier möglichen Titeln gingen an die Paderborner Straße. Mit Wolfgang Lüke von St. Georg Sürenheide kommt einzig der neue „Stadt-Superkönig“ aus einem anderen Verein.Bei der Siegerehrung im Schützenheim des so gastfreundlichen Bürgerschützenvereins Verl-Bornholte-Sende war der Jubel groß. „Die Gilde gibt in diesem Jahr wohl alles“, mutmaßte Schirmherr Bürgermeister Paul Hermreck (CDU), der auch den Zweit-, Dritt- und Viertplatzierten Respekt zollte: „Heute sind alle Gewinner.“ Sein Vorvorgänger im Amt, Josef Lakämper, war es gewesen, der das Bürgermeisterpokalschießen einst ins Leben gerufen hatte, um den freundschaftlichen Zusammenhalt und die Geselligkeit der vier Verler Schützenvereine untereinander zu fördern.Beim Wettbewerb am Samstag waren bis auf die Kaunitzer Schützenkönigin Anja Hennig, die in Sachen Kolping unterwegs war, sämtliche Jungschützenköniginnen und -könige sowie die amtierenden Majestäten und Königinnen der vier Traditionsvereine vertreten. Die Frauen hatten 15 Luftgewehrschüsse auf die Schießscheiben abzugeben, die Männer 30, ausgezeichnet betreut durch die Schießmeister der „Bürger“, Roland Schüppel und Frank Lauströer.Bei den Jungschützenkönigen hatte Andre Kettelhoit (Gilde Verl) die Nase vorn, gefolgt von Mike Meier zu Verl (Bürger). Ein Kuriosum waren die Ergebnisse auf Platz drei. Außer derselben Anzahl von 278 Ringen hatten Matthias Kapusciak (Sürenheide) und Andre Aelker (Kaunitz) mit 292,7 auch dieselbe Zehntelwertung. „So was von selten. Das habe ich noch nicht erlebt“, so Schießmeister Schüppel.Bei den Jungschützenköniginnen siegte Elisa Pähler (Gilde) vor Sophie Rottenbach (Sürenheide), Sarah Meier zu Verl (Bürger) und Anja Echterhoff (Kaunitz). Begeisterten Jubel der Gilde-Delegation gab es darüber hinaus für Melanie Honerlage, die vor Angela Edinger (Bürger) und Gudrun Lüke (Sürenheide) den Wanderpokal holte.

 

 

Schützenheim in neuem Glanz

Tag der offenen Tür bei St. Georg - 1100 Arbeitsstunden investiert

 Marode Fenster, kaputtes Dach, keine Wärme-Isolierung. Eine Stromanlage von anno dazumal. Die Toiletten nur von außen begehbar. Derartige Zustände gehören im Vereinsheim der Schützenbruderschaft St. Georg Dreiländereck in Sürenheide nun der Vergangenheit an .

        
Ehrenamtliche Handwerker, von links: : Michael Roggenkamp, Daniel Buschmann, Werner Paulfeuerborn, Christel Blomberg, Heinz-Josef Kosfeld und Heino Blomberg.  Schriftenmaler Frank Balsliemke übernimmt die Wandmalerei.

Nur drei Monate nachdem die Vereinsanlage für die Renovierung geschlossen worden ist, können die Schützen an diesem Samstag, 13. August, nun ihr »neues Schützenheim« vorstellen. Von 15 Uhr an laden sie zu einem Tag der offenen Tür ein. »Wir sind glücklich, Helfer, Sponsoren und Freunde herzlich willkommen heißen zu können«, sagt Hausmanager Christian Wischott, der mit seiner Crew für das leibliche Wohl der Gäste zuständig ist.
Und die werden feierlich begrüßt, wie bereits einst vor fast 25 Jahren: »Mit großer Freude konnte am 24. Mai der neue Schießstand in der Widei-Schule mit einem geräumigen Aufenthaltsraum, einem Waffenraum und sechs Schießbahnen seiner Bestimmung übergeben werden«, hatte damals ein Chronist zur Einweihung des Schützenheims geschrieben. Ein Vierteljahrhundert später war der Trakt des alten Widei-Schulgebäudes in die Jahre gekommen, die Anzahl der Mitglieder des Vereins hatte sich zudem mittlerweile fast verdoppelt. Der Alltag wurde für die Schützenfamilien angesichts der Mängel immer schwerer.
Die Stadtverwaltung hatte für die Sorgen der Schützen ein offenes Ohr und handelte prompt. Im Rahmen des Konjunkturplanes segnete der Rat 2009 die umfassende Sanierung des Gebäudes ab. Rund 280  000 Euro wurden für die Maßnahme bewilligt - wohl wissend, dass die Georg-Schützen in »die Hände spucken« und selbst einen gewichtigen Beitrag leisten würden. Das taten sie gern und können sich nun über ein Heim freuen, das in neuem Glanz erstrahlt. So wurde im Zug der Sanierung der Aufenthaltsraum um rund 15 Quadratmeter vergrößert und mit einer schallschluckenden Decke versehen. Ein Lager- und Vorratsraum wurde eingerichtet, eine Sanitär-Anlage mit drei Damen-Toiletten zukunftsorientiert und behindertengerecht neu installiert. Blickfang des Vereinshauses ist der Eingangsbereich geworden - mit einer großzügig gestalteten Glasfassade mit Schellenanlage und Aushang.
»Ein drinnen wie draußen angebrachter Wärmeverbund-Putz, die neuen Fenster und auch die Dachsanierung werden die Energiekosten spürbar senken«, sind sich die Verantwortlichen sicher. Auch die gesamte Elektrik wurde auf den neuesten Stand gebracht und eine neue Beschallungs-Anlage installiert. Die über 30 freiwilligen Helfer nahmen sich auch die Terrasse und den Garten vor. Kaum ein Stein noch ein Gartenstück blieb unbearbeitet.
»Wir verdanken unser neues Haus in erster Linie der Stadtverwaltung, den Sponsoren und Helfern«, sagt Werner Paulfeuerborn. Der stellvertretende Brudermeister weiß, wovon er spricht, denn in seiner Hand lag die Leitung der umfassenden Maßnahme, die in Eigenleistung mit rund 1100 Arbeitsstunden geschah
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